Samstag, 27. April 2019

Autoreninterview mit J. M. Ash

Hallo an alle Leser,

heute ist Samstag und somit der vorletzte Tag unseres Autoreninterview-Marathons. Vielen dank an *J. M. Ash* für die Beantwortung unserer Fragen.
* Foto ©  liegt bei J. M. Ash*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Was kann ich euch nur erzählen, das nicht nach 08/15 und wahnsinnig langweilig klingt!? 😁 Standardantwort wäre jetzt, aufgepasst: Geboren bin ich in den Achtzigern und lebe in Sachsen mit Hund, Katze, Kind. Fasziniert? Nein? Ich auch nicht. 😂 Also, nochmal. Vor gut zweieinhalb Jahren habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt, den, eine Autorin zu sein. Ich bin Anfang dreißig und gehöre zu den Menschen, die den Sarkasmus gepachtet haben. Ohne den obligatorischen ersten Kaffee am Morgen kann man mit mir kaum ein ernstes Gespräch führen. So lebt mein Sohn mit mir jeden Tag. Ein Augenrollen hier, ein genervtes Stöhnen da. 😉 Zusammen leben wir in einem süßen Dorf, wo jeder jeden kennt, aber man immer überlegt, wie hieß er bloß. Wenn ich nicht schreibe, dann nähe ich sehr gern oder sitze mit meinem Sohn und unseren Gitarren auf der Couch.

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht mehr genau, wie ich dazu kam. Ich habe schon immer gern geschrieben, mir Storys ausgedacht oder die Menschen beobachtet und mir überlegt, was sie wohl zuhause machen. Irgendwann habe ich dann eine Geschichte begonnen, die hauptsächlich von meinem Herzen gelenkt wurde. Man könnte fast meinen, dass ich ein klein wenig mein eigenes Leben notiert habe. Gemischt mit dem meines ganz persönlichen Zacs. Daraus entstand mein Debüt „Der Song meines Herzens“, den ich 2017 veröffentlicht habe.

3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Ich fühle mich bei den Lovestorys sehr wohl und werde diesem Genre weiterhin beiwohnen, aber ich glaube, mit einem Romantasy oder Romance-Thrill könnte ich mich auch anfreunden.

4. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Das ist unterschiedlich. Es kommt immer ganz auf die Geschichte an und die Protagonisten darin. Mein zuletzt veröffentlichtes Buch „Race" hat mich einiges an Nerven gekostet und für viele Schreibpausen gesorgt. Nicht, weil Dylan ein so komplizierter Charakter wäre, ganz im Gegenteil – er ist ziemlich einfach gestrickt und durchschaubar. Es lag mehr am Thema, das ich mit ihm durchlebt habe. Im Gegenzug hat mein aktuelles Projekt „Deacon" sich eher von selbst geschrieben. Hauptsächlich, weil er sich kaum lenken lässt. Deacon ist ein Charakter, der eine eigene Stimme hat und diese laut ist, sodass ich kaum etwas gegen ihn unternehmen kann.

5. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt? Lieber E-books oder Printbücher? Wie hoch ist dein aktueller SUB? 😛
Natürlich lese ich, was für eine Frage. 😁 Ich liebe Romance, aber manchmal schafft es auch ein bisschen Fantasy in mein Regal. Printbücher landen bei mir, aber größtenteils nur von meinen Lieblingsautoren. Ansonsten hat mein Reader sehr viele EBooks. Ich muss gestehen, dass ich meinen SuB lieber nicht ansehe, weil er definitiv zu hoch ist. 😂

6. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Meine Freunde und Familie unterstützen mich tatkräftig dabei. Manchmal erwische ich sie auch, wie sie eins meiner Bücher lesen und mich dann mit großen Kulleraugen ansehen. Teilweise verfluchen sie mich auch.

7. Ist dir der Kontakt zu deinen Lesern wichtig? Kann man dich auch außerhalb von Messen treffen bei Lesungen oder ähnlichem?
Ich liebe es, wenn Leser mir schreiben und erzählen, was sie empfunden haben. Der Kontakt zu ihnen ist mir wahnsinnig wichtig. Bisher trifft man mich nirgends, aber das kann sich auch schnell ändern, je nachdem wie meine Laune ist. 😉

8. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Konstruktive Kritik ist gut. Immerhin entwickelt sich jeder Autor dadurch weiter. Ein Satz, der mich nicht weiterbringt, aber andere vertreibt, ist mies. Geschmäcker sind verschieden und auch die Leser sollten das akzeptieren können, damit andere sich ihr Urteil bilden können.

9. Wie wählst du die Namen für deine jeweiligen Protagonisten/Nebencharaktere aus?
Manchmal schwirren sie in meinem Kopf herum, manchmal suche ich gezielt. Ein ungewöhnlicher Name oder seltener, gefällt mir oft besser, als die üblichen.

10. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.).
Aktuell zu kaufen gibt es „Race". Eine Geschichte, die ohne traditionelles Ende auskommt. Dylan
lebt überwiegend in der Öffentlichkeit als Musiker und Rennfahrer. Aber er lässt das alles in seiner Geschichte unter den Tisch fallen. Sein Privatleben steht im Vordergrund. Beziehungen sind nichts für ihn, außer die Freundschaften, die er hat. Frauen dienen nur einem Zweck. Aber durch eine vergangene Krankheit bekommt er eine persönliche Assistentin vor die Nase gesetzt, die zu seinem Glück auch noch bei ihm einziehen soll. Eine einzige Frau, die dauerhaft bei ihm lebt, stellt schon allerhand auf den Kopf, aber er muss sich mit weiteren Hiobsbotschaften auseinandersetzen.

Klappentext:
Dylan Preece ist begnadeter Gitarrist und NASCAR-Star, durch dessen Adern Benzin fließt. Vor der Kamera spielt er seine Rolle perfekt, mimt den bösen Kerl und genießt jeden Tag, als wäre es sein letzter. Doch plötzlich muss er sich sein Zuhause mit einer Frau teilen, die seine perfekt inszenierte Welt gehörig auf den Kopf stellt. Wenn er bisher dachte, dass er der schnellste Rennfahrer sei, hat er sich gewaltig getäuscht. Im Vergleich zu Sunny, der Frau mit dem komischsten Namen aller Zeiten, ist jede Rennstrecke ein Spaziergang.


11. Gestaltest du deine Buchcover selber? Oder hast du dafür „Designer/Grafiker“ die das für dich machen?
Mittlerweile mache ich es selbst und habe eine kleine Gruppe an Testlesern, die sowohl das eine als auch das andere bewerten. Mit ihrer Hilfe entsteht am Ende etwas.

12. Wie viele (Print-)Seiten haben deine Bücher durchschnittlich?
Einen Durchschnitt gibt es nicht. Mal mehr, mal weniger.

13. Bist du hauptberuflich Autorin oder gehst du noch einer anderen Tätigkeit nach? Kommst du jeden Tag zum Schreiben?
Hauptberuflich wäre wohl der nächste Traum, aber momentan ist es nur nebenbei. Somit existiert noch ein Brotjob. Deshalb, und weil ich noch andere Verpflichtungen habe, komme ich nicht jeden Tag zum Schreiben. Wenn ich es schaffe, dann am liebsten auf meinem Balkon bei Sonnenschein und morgens.

14. Bist du auf Buchmessen vertreten? Wenn ja auf welchen?
Nein.

15. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Ich selbst habe einen jüngeren Bruder mit dem ich einiges teile. Wir sind uns oft sehr ähnlich. Bei einer Zwillingsschwester wäre es um einiges witziger. Wahrscheinlich würde ich mir mit ihr viel Schabernack einfallen lassen.

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