Montag, 29. April 2019

Autoreninterview Lilyana Ravenheart

Hallo liebe Besucher,

auch wenn der Autoreninterview-Marathon gestern beendet wurde, haben wir heute nochmals ein Interview für euch, dieses Mal hat *Lilyana Ravenheart* unsere Fragen beantwortet...
 
 * Foto ©  liegt bei Lilyana Ravenheart*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Ich bin 29 Jahre jung und komme aus dem wunderschönen Schleswig Holstein. Neben dem Schreiben bin ich ein richtiger Serienjunky xD Am liebsten natürlich Fantasyserien, gerne auch mit Mystery.
Sehr zu Freuden meines Mannes backe und koche ich auch sehr gerne und probiere immer mal wieder neue Rezepte aus.
Eine weitere große Leidenschaft meinerseits sind Musicals! Phantom der Oper, König der Löwen, Tanz der Vampire, Liebe stirbt nie, Starlight Express, Elisabeth... ich singe alles laut und falsch mit xD


2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Mit 16 habe ich angefangen FanFictions zu schreiben. Schon damals gab es positives Feedback von Lesern, sodass ich auch immer wieder ermuntert wurde, weiterzuschreiben.

3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Ich schreibe im Fantasybereich. Andere Genre wären aber auch denkbar, kommt aber ganz darauf an, wie dann die Handlung ist usw, am Liebsten schreibe ich natürlich Fantasy.

4. Was Inspiriert dich zu neuen Buchideen? Welche Projekte hast du als nächstes geplant?
Meistens werde ich beim Musikhören inspiriert. Oft reicht schon ein einzelnes Lied und schon habe ich eine komplette Story im Kopf, auch wenn das Lied mit der Story gar nichts zu tun hat xD So hat mich „Wenn ich tanzen will“ aus Elisabeth zu Töchter des Todes gebracht.

5. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt? Lieber E-books oder Printbücher? Wie hoch ist dein aktueller SUB? 
Auch hier lese ich am Liebsten Fantasy. Allerdings muss immer eine Liebesgeschichte vorhanden sein und es muss ein Happy End geben xD
Ich bevorzuge Prints, lese aber auch eBooks. Mein SUB? Haha viel Spaß beim zählen
 

6. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist? 
Das ist ganz unterschiedlich, das kann ich ehrlich nicht beantworten. 

7. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben? 
Die finden das alle gut und unterstützen mich voll und ganz <3 

8. Bist du immer sehr aufgeregt, wenn du ein neues Buch veröffentlich hast, wie es den Lesern gefällt und wie die ersten Rezensionen wohl aussehen werden? 
Ohja! Die Aufregung ist jedesmal wieder sehr groß und ich kann es kaum erwarten, die ersten Meinungen zu lesen. 

9. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält? 
Das kommt ganz drauf an. Ist die Rezension konstruktiv, sodass ich was mitnehmen kann, dann versuche ich, es beim nächsten Buch besser zu machen. Wenn aber eine Rezension kommt, die mein Buch einfach nur schlecht macht, bin ich schon traurig und etwas angefressen. 

10. Hast du auch schon mal Bücher gemeinsam mit einer anderen Autorin/einem anderen Autor geschrieben oder ist das für dich nicht denkbar/interessant? 
Ich habe 2018 eine Weihnachtsanthologie mit anderen Autoren rausgebracht. Für 2019 ist auch wieder eine geplant. Abgesehen davon schreibe ich mit einer Autorin zusammen auch an einem „richtigen“ Roman. Das macht richtig Spaß und man weiß nicht, was am Ende dabei raus kommt, da wir nichts abgesprochen haben und uns Kapitelweise abwechseln mit dem Schreiben und keiner von uns weiß, was der andere schreiben wird. 

11. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.) 
Mein aktuelles Buch ist der erste Teil der Töchter des Todes Reihe. Dort geht es – wie der Titel bereits sagt – um die Töchter des Erlkönigs. Sie sammeln die Seelen Verstorbener ein und bringen sie in die Anderswelt. Aber dann verschwinden plötzlich Seelen und sie müssen herausfinden, was mit ihnen geschehen ist. 

12. Wie wählst du die Namen für deine jeweiligen Protagonisten/Nebencharaktere aus? 
Oh, das ist fast das komplizierteste am ganzen Buch. Der Name muss bei mir nämlich mehrere Kriterien erfüllen:
- Er muss aussprechbar/lesbar sein
- Die Bedeutung des Namens muss zum Charakter der Figur passen
- Der Name sollte aus dem Land kommen, in dem das Buch spielt, evt auch in der Zeit, wenn es nicht in der heutigen Zeit spielt.
 

13. Gestaltest du deine Buchcover selber? Oder hast du dafür „Designer/Grafiker“ die das für dich machen? 
Dafür habe ich eine professionelle Coverdesignerin :) Kostet zwar ordentlich was, aber dafür lohnt sich das auch. 

14. Vor kurzem war ja die Leipziger Buchmesse…Wie sieht der Tagesablauf an einem Messetag für dich aus? 
Naja natürlich muss ich da zeitig aufstehen und ab zur Messehalle. Entweder habe ich dann auch schon direkt Standdienst oder ich stöbere ein wenig durch die Hallen. Nach oder zwischen meinem Standdienst hole ich mir meistens etwas zu essen und setze mich raus an die frische Luft (außer es ist so ein Schneechaos wie 2018 xD). Wenn die Messe vorbei ist, geht es dann ins Hotel, wo ich mich vollkommen ko auf das Bett fallen lasse :D 

15. Hast du auch privat (abgesehen von Messetreffen etc.) Kontakt mit anderen Autoren? Oder bist sogar mit dem ein oder anderen Autor/Autorin befreundet? 
Ja, das habe ich. Besonders seit der letzten LBM, dort konnte ich viele wunderbare und ganz kostbare Kontakte knüpfen und neue Freundschaften schließen <3 

16. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest? 
Also einen „echten“ Zwilling habe ich nicht. Aber mein Seelenzwilling ist meine Lektorin. Wir sind schon ewig befreundet und es ist einfach nur toll <3 Wir sehen fast alles gleich, kommen super miteinander klar und es gab auch noch nie einen Streit zwischen uns.

Sonntag, 28. April 2019

-Rezension/Werbung- Männer-Dilemma (Frank Bergmann)

Twin_Kati´s Rezension zum Buch

"Männer-Dilemma" von Frank Bergmann


Seitenzahl (Printausgabe): ca. 396
Verlag: Eigenverlag/Selfpublishing
Preis Taschenbuch: 12,99 €
Preis E-book:  3,99 €
Bewertung: 4 / 5

Inhaltsangabe:
Ein humoristischer Einblick in die Gefühle der Männerwelt!
Beziehungsprobleme sind doch eher Frauensache, oder?
Für die vier Freunde Andy, Dirk, Chris und Eddy scheint die Welt nach außen hin in Ordnung, doch die Wahrheit ist: Auch Männer stecken nur allzu oft in einem Dilemma. Ebenso wie auch sie zum Spielball ihrer Gefühle werden können. Ja, auch der männliche Homo sapiens besitzt so etwas. Das ist kein realitätsfremder Mythos.
Wie? Das glauben Sie nicht? Nun, vielleicht kann Ihnen Männer-Dilemma diesbezüglich ein wenig auf die Sprünge helfen.


Meine Meinung:

Witzig und ansprechend find ich das Cover, auch irgendwie zum Buchtitel ist witzig gewählt.

Mit den Protagonisten, allen voran Andy, der wohl der Hauptprotagonist ist, kam ich sofort gut klar. Natürlich spielten auch Dirk, Chris und Eddy eine größere Rolle, von den genannten Personen fand ich eigentlich Dirk am besten. Eddy war mir manchmal etwas zu unentschlossen/depressiv.

Das Buch hat einen wirklichen Unterhaltungswert, man kann sich in die Situationen gut hineinversetzen und es ist streckenweise in der Tat sehr humorvoll, sodass man immer mal ein lachen auf den Lippen hatte. Manche Dinge fand ich etwas zu "dramatisierend" dargestellt, aber das war mein persönliches empfinden. Überraschend, aber auch überzeugend fand ich das Ende.

Der Autor hat einen flüssig und angenehm zu lesenden Schreibstil.

Schlussbewertung:

Ein humorvolles Buch, was mich zum großen Teil überzeugt hat, ich vergebe daher 4 von 5 Punkten...

- Rezension/Werbung Tina - "Verfahren: Bad Boys bleiben nicht zum Frühstück" (Alica H. White)

Twin Tina´s Rezension zum Buch

"Verfahren: Bad Boys bleiben nicht zum Frühstück" von Alica H. White


Seitenzahl (Printausgabe): ca. 176 (E-Book Seiten)
Verlag: Eigenverlag/Selfpublishing
Preis Taschenbuch: -
Preis E-book: 0,99 €
Bewertung:  4/5

Inhaltsangabe:
Eine Biker-Romanze mit Herz.
Nach dem dramatischen Tod seines Bruders quetscht Ciro das Leben aus, wie eine Zitrone. "Bad Boys bleiben nicht zum Frühstück", das bekommen seine Eroberungen öfter zu hören, damit erst gar keine Missverständnisse aufkommen. Aber seit einiger Zeit wächst auch in ihm der Wunsch, irgendwo 'anzukommen'. Da ist es natürlich ein Problem, dass er von den meisten Frauen viel zu schnell gelangweilt ist. Darum ist er auch alles andere als erfreut, als er den Gesellschafter für Anne, auf einem Geburtstag spielen soll, denn er kann Mauerblümchen so rein gar nichts abgewinnen.
Zu seiner Überraschung entpuppt sich Anne, nach einem holprigen Start, als Seelenverwandte und nun möchte er ihr näher kommen. Doch das Leben hat bei Anne zu viele Narben hinterlassen, vor allem ihrem Sohn möchte sie nur noch einen absolut zuverlässigen Partner zumuten. Ein Womanizer passt da so gar nicht in ihr Schema, obwohl auch sie eine starke Anziehung zu ihm spürt. Zwar setzt Ciro alles daran, ihr Vertrauen zu gewinnen und sie ins Leben zurückzuholen, doch da bekommt er seinen eigenen Spruch zu hören…

 
Meine Meinung:

Das Cover find ich echt sehr schön und es passt auch zum Inhalt des Buches. Die Kombination aus Personen im Vordergrund und "Landschaft" im Hintergrund gefällt mir.

Hier sind nun Ciro und Anne die Protagonisten und beide haben mir wirklich gut gefallen. Bei Ciro fand ich es super, dass er zu den Frauen gleich von Beginn an ehrlich war und ihnen nichts vorgespielt hat - außerdem war er mir echt sympathisch. Anne macht schon auf den ersten Blick einen etwas zurückhaltenden Eindruck, dennoch hat sie mir wirklich gefallen. Auch die Nebencharaktere fand ich gut - gerade Anne´s Freundinnen scheinen alle echt nett zu sein. Linus fand ich zudem auch süß.

Die Handlungen find ich ebenfalls richtig schön. Es war gleich von Anfang an recht unterhaltsam und das hat sich auch im Laufe des Buches nicht geändert. Mir hat es gefallen, wie sich Anne für ihren Sohn eingesetzt hat und zudem konnte ich ihre Unsicherheit verstehen. Das Ende hätte ich mir vielleicht noch ein wenig ausführlicher gewünscht, aber es hat mir dennoch gefallen.

Am Schreibstil hab ich nichts auszusetzen, es ließ sich alles flüssig lesen.

Schlussbewertung:

Ein sehr schöner Liebesroman, der mich durchweg gut unterhalten hat und daher von mir gute 4 Punkte erhält:


Autoreninterview Diane Summer

Hallo an alle Blogbesucher,

heute ist nun der 7. und somit letzte Tag unseres Autoreninterview-Marathons. Vielen Dank an *Diane Summer*, die sich als letzte unseren Fragen im Marathon gestellt hat.
 * Foto ©  liegt bei Diane Summer*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Mein Name ist Diane Summer und bin 40 Jahre jung. ;) Ich wohne und arbeite im Salzkammergut und schreibe eigentlich in jeder freien Minute.
Wenn ich einmal nicht schreibe, dann lese, häkle oder schwimme ich. Falls ich aber einmal wirklich Abstand von allem brauche, dann suche ich mir eine gute Serie auf amazon prime (wenn jemand eine gute kennt, darf er mir die gerne mitteilen) oder gehe ins Kino.


2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Zum Schreiben im Verlag kam ich eigentlich durch Zufall. Aber geschrieben habe ich eigentlich schon immer, wenn auch nur für die Schublade oder für Freunde.
Auf einmal war die Idee zu „Rache wird am besten kalt serviert“ da. In den ersten Arbeitsphasen hieß er noch „Die Rache“. Erschienen ist er schließlich am 31.5.2018.


3. Du schreibst ja in verschiedenen Genres, welches dieser ist dir persönlich lieber bzw. lässt sich für dich leichter schreiben? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Ich liebe es, wenn ich in verschiedene Genres eintauchen kann. Es ist ein ausprobieren, ein wie weit kann ich gehen oder auch was traue ich mich. Tatsächlich habe ich lange überlegt, ob ich den Schritt gehen soll, aber es macht einfach Spaß.
Andere Genres möchte ich auf jeden Fall noch ausprobieren. Gerade bin ich dabei, eine Fantasygeschichte zu plotten. Die Idee gefällt mir ausgezeichnet und ich hoffe, dass das der Verlag genauso sieht.


4. Wonach wählst du aus, was du als nächstes schreibst, also Krimi oder New Adult/oder schreibst du auch mal parallel in beiden Genres?
Tatsächlich schreibe ich immer in dem Genre, was mir gerade am leichtesten von der Hand geht. Da kann schon mal sein, dass ich einen Monat keine Zeile in einem New Adult Roman schreibe und mich nur auf die Krimis stürze oder auch umgekehrt.
Man könnte vermutlich sagen, wenn mich ein Thema packt, dann ziehe ich es durch, bis es nichts mehr zu erzählen gibt.


5. Was Inspiriert dich zu neuen Buchideen?
Gute Frage. Man könnte sagen, alles. Wenn ich einkaufen gehe und eine streitende Familie bei der Kasse sehe, weil sie dem Kind keine Süßigkeiten kaufen will, oder auch beim Spazieren gehen, wenn der Hund auf einmal losläuft und ein erschrockenes Herrchen hinter sich her schleift. Aber auch das Berufsleben ist voller Ideen und Impressionen, die man jederzeit in einem Buch verwirklichen könnte 😃.

6. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Es kommt darauf an. Wenn ich voll in einer Arbeitswoche stecke, dann brauche ich länger, als in einer Urlaubswoche. Aber im Durchschnitt kann man davon ausgehen, dass das Rohmanuskript in ca. 2 Wochen fertig ist. Dann wird es mit meinen Testlesern überarbeitet, was ca. 1 Woche dauert.
Je nach Länge des Manuskripts, dauert dann das Lektorat und Korrektorat ca. 1 bis 2 Wochen.
Dann obliegt es dem Verlag, wann es erscheinen wird.
😃


7. Bist du hauptberuflich Autor oder gehst du noch einer anderen Tätigkeit nach? Kommst du jeden Tag zum Schreiben?
Ich würde es mir wünschen, hauptberuflich davon leben zu können. Aber im Moment sieht es so aus, dass ich hauptberuflich Systemadministratorin bin.
Tatsächlich bemühe ich mich jeden Tag ein oder zwei Kapitel zu schreiben. Wenn gerade kein PC zur Verfügung ist, dann auch gerne mal auf einen Block oder ins Notizbuch, das sich immer in der Handtasche befindet.


8. Welche Projekte hast du als nächstes geplant?
Meine Projekte sind so viele, dass ich gar nicht weiß, wo ich beginnen soll. Aber ich beschränke mich jetzt einfach mal auf die Krimis.
Meine nächste Veröffentlichung wird vermutlich Haberlund und Kaiser 3 „Wenn Liebe wehtut“ sein.
Jetzt gerade schreibe ich an Haberlund und Kaiser Teil 4 und zu meiner Krimi-Reihe ist mir heute ein Einfall gekommen. Meine Kommissare werden auch zu Weihnachten ermitteln.
Dann möchte ich meine Fantasyidee ausarbeiten und vielleicht gibt es ja bald was von dieser Seite aus zu lesen.


9. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.)
Mein aktuelles Buch ist „Der Vogelmann“. 
Es ist der 2. Teil der Haberlund und Kaiser Reihe und führt meine Kommissare wieder in ein schwieriges Gebiet. Wieder werden sie mit der Vergangenheit konfrontiert. Nur ein paar Tage nach dem letzten Fall, werden sie wieder zum Einsatz gerufen und am Tatort müssen sie sich eingestehen, dass der Selbstmord vielleicht gar keiner ist, denn an den Armen und Körper kleben Federn. Auch die Hoffnung, dass es sich um einen Einzelfall handelt, wird schnell zerschlagen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn der sogenannte Vogelmann ist ihnen immer einen Schritt voraus.

Klappentext:
Haberlund und Kaiser werden zum Einsatz gerufen. Als sie am Tatort ankommen, kleben dem Opfer trotz des Verdachts auf Selbstmord Federn an den Armen. Schnell wird klar, dass es sich dabei um keinen Einzelfall handelt. Bei den Ermittlungen müssen die Kommissare sowohl die eigenen Reihen als auch ihre jüngste Vergangenheit überprüfen. Doch der sogenannte Vogelmann ist ihnen immer einen Schritt voraus. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

10. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Es wissen nur sehr wenige, dass ich schreibe. Halte es ziemlich unter Verschluss. Aber die es wissen, begleiten mich gerne und mit Freude dabei, auch wenn sie immer vorsichtiger werden, wenn sie mit mir reden. Es könnte ja sein, dass es irgendwann in einem Buch auftaucht. 😃

11. Wie wählst du deinen Handlungsort aus – warst du in den entsprechenden Städten/Ländern, die in deinen Büchern vorkommen, schon einmal persönlich?
Den Handlungsort in Haberlund und Kaiser habe ich nicht genau bestimmt. Das kann in jeder Stadt, in jedem Ort sein, den man kennt. Aber die Orte der Showdowns, ob es in einem Hochhaus, einem ganz normalen Haus oder auch auf offener Straße passiert, das wähle ich sehr mit bedacht, denn überall ist es anders, wenn man das Geschehen beschreibt.
Aber wenn ich meine Kommissare oder anderen Charaktere auf Reisen schicke, dann war ich dort überall. Denn so kann man es authentisch beschreiben, wie man wohin kommt und die Gegenden kann man besser beschreiben.


12. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Wenn es eine gut durchdachte Kritik ist, dann nehme ich sie gerne an und versuche daraus zu lernen. Vielleicht, wenn es möglich ist sogar in das nächste Buch die Kritikpunkte für mich zu analysieren und die Ideen oder Anregungen zu übernehmen.

13. Hast du auch schon mal Bücher gemeinsam mit einer anderen Autorin/einem anderen Autor geschrieben oder ist das für dich nicht denkbar/interessant?
Leider habe ich bisher noch nie mit einem anderen Autor ein Buch geschrieben. Möchte es aber sehr gerne einmal ausprobieren. Ich stelle mir das sehr interessant und spannend vor, wenn man da miteinander eine Welt erschafft und dieser dann Leben einflößt. Denn jeder hat eine andere Herangehensweise, seine Charaktere verhalten sich anders und trotzdem sollte man zu einem gemeinsamen Konsens kommen.

14. Hattest du schon einmal eine Schreibblockade und wenn ja, was hast du dagegen unternommen? Falls nicht, hast du da ein wenig „Angst“ vor?
Da ist jetzt die Frage, ab wann spricht man von einer Schreibblockade. Klar hatte ich auch schon mal Tage dabei, wo ich einfach den Computer nicht einschalten wollte, mich auf die Couch geworfen habe und einfach nur gelesen oder Serien gesuchtet habe. Aber ist das schon eine Blockade?
Richtig Angst habe ich davor jetzt nicht wirklich. Denn ich weiß, ich kann alleine durch Genrehopping da schnell wieder rauskommen und es tut vielleicht auch einmal gut, wenn man sich mal eine Woche einfach eine Auszeit (gewollt oder ungewollt) nimmt, um mit sich wieder ins Reine zu kommen.


15. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Ich stelle mir das sehr interessant und spannend vor eine Zwillingsschwester zu haben. Auch, weil man dann immer jemanden hat, der vielleicht die gleichen Interessen teilt und alles unternehmen kann.😃

Samstag, 27. April 2019

Autoreninterview mit J. M. Ash

Hallo an alle Leser,

heute ist Samstag und somit der vorletzte Tag unseres Autoreninterview-Marathons. Vielen dank an *J. M. Ash* für die Beantwortung unserer Fragen.
* Foto ©  liegt bei J. M. Ash*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Was kann ich euch nur erzählen, das nicht nach 08/15 und wahnsinnig langweilig klingt!? 😁 Standardantwort wäre jetzt, aufgepasst: Geboren bin ich in den Achtzigern und lebe in Sachsen mit Hund, Katze, Kind. Fasziniert? Nein? Ich auch nicht. 😂 Also, nochmal. Vor gut zweieinhalb Jahren habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt, den, eine Autorin zu sein. Ich bin Anfang dreißig und gehöre zu den Menschen, die den Sarkasmus gepachtet haben. Ohne den obligatorischen ersten Kaffee am Morgen kann man mit mir kaum ein ernstes Gespräch führen. So lebt mein Sohn mit mir jeden Tag. Ein Augenrollen hier, ein genervtes Stöhnen da. 😉 Zusammen leben wir in einem süßen Dorf, wo jeder jeden kennt, aber man immer überlegt, wie hieß er bloß. Wenn ich nicht schreibe, dann nähe ich sehr gern oder sitze mit meinem Sohn und unseren Gitarren auf der Couch.

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht mehr genau, wie ich dazu kam. Ich habe schon immer gern geschrieben, mir Storys ausgedacht oder die Menschen beobachtet und mir überlegt, was sie wohl zuhause machen. Irgendwann habe ich dann eine Geschichte begonnen, die hauptsächlich von meinem Herzen gelenkt wurde. Man könnte fast meinen, dass ich ein klein wenig mein eigenes Leben notiert habe. Gemischt mit dem meines ganz persönlichen Zacs. Daraus entstand mein Debüt „Der Song meines Herzens“, den ich 2017 veröffentlicht habe.

3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Ich fühle mich bei den Lovestorys sehr wohl und werde diesem Genre weiterhin beiwohnen, aber ich glaube, mit einem Romantasy oder Romance-Thrill könnte ich mich auch anfreunden.

4. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Das ist unterschiedlich. Es kommt immer ganz auf die Geschichte an und die Protagonisten darin. Mein zuletzt veröffentlichtes Buch „Race" hat mich einiges an Nerven gekostet und für viele Schreibpausen gesorgt. Nicht, weil Dylan ein so komplizierter Charakter wäre, ganz im Gegenteil – er ist ziemlich einfach gestrickt und durchschaubar. Es lag mehr am Thema, das ich mit ihm durchlebt habe. Im Gegenzug hat mein aktuelles Projekt „Deacon" sich eher von selbst geschrieben. Hauptsächlich, weil er sich kaum lenken lässt. Deacon ist ein Charakter, der eine eigene Stimme hat und diese laut ist, sodass ich kaum etwas gegen ihn unternehmen kann.

5. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt? Lieber E-books oder Printbücher? Wie hoch ist dein aktueller SUB? 😛
Natürlich lese ich, was für eine Frage. 😁 Ich liebe Romance, aber manchmal schafft es auch ein bisschen Fantasy in mein Regal. Printbücher landen bei mir, aber größtenteils nur von meinen Lieblingsautoren. Ansonsten hat mein Reader sehr viele EBooks. Ich muss gestehen, dass ich meinen SuB lieber nicht ansehe, weil er definitiv zu hoch ist. 😂

6. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Meine Freunde und Familie unterstützen mich tatkräftig dabei. Manchmal erwische ich sie auch, wie sie eins meiner Bücher lesen und mich dann mit großen Kulleraugen ansehen. Teilweise verfluchen sie mich auch.

7. Ist dir der Kontakt zu deinen Lesern wichtig? Kann man dich auch außerhalb von Messen treffen bei Lesungen oder ähnlichem?
Ich liebe es, wenn Leser mir schreiben und erzählen, was sie empfunden haben. Der Kontakt zu ihnen ist mir wahnsinnig wichtig. Bisher trifft man mich nirgends, aber das kann sich auch schnell ändern, je nachdem wie meine Laune ist. 😉

8. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Konstruktive Kritik ist gut. Immerhin entwickelt sich jeder Autor dadurch weiter. Ein Satz, der mich nicht weiterbringt, aber andere vertreibt, ist mies. Geschmäcker sind verschieden und auch die Leser sollten das akzeptieren können, damit andere sich ihr Urteil bilden können.

9. Wie wählst du die Namen für deine jeweiligen Protagonisten/Nebencharaktere aus?
Manchmal schwirren sie in meinem Kopf herum, manchmal suche ich gezielt. Ein ungewöhnlicher Name oder seltener, gefällt mir oft besser, als die üblichen.

10. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.).
Aktuell zu kaufen gibt es „Race". Eine Geschichte, die ohne traditionelles Ende auskommt. Dylan
lebt überwiegend in der Öffentlichkeit als Musiker und Rennfahrer. Aber er lässt das alles in seiner Geschichte unter den Tisch fallen. Sein Privatleben steht im Vordergrund. Beziehungen sind nichts für ihn, außer die Freundschaften, die er hat. Frauen dienen nur einem Zweck. Aber durch eine vergangene Krankheit bekommt er eine persönliche Assistentin vor die Nase gesetzt, die zu seinem Glück auch noch bei ihm einziehen soll. Eine einzige Frau, die dauerhaft bei ihm lebt, stellt schon allerhand auf den Kopf, aber er muss sich mit weiteren Hiobsbotschaften auseinandersetzen.

Klappentext:
Dylan Preece ist begnadeter Gitarrist und NASCAR-Star, durch dessen Adern Benzin fließt. Vor der Kamera spielt er seine Rolle perfekt, mimt den bösen Kerl und genießt jeden Tag, als wäre es sein letzter. Doch plötzlich muss er sich sein Zuhause mit einer Frau teilen, die seine perfekt inszenierte Welt gehörig auf den Kopf stellt. Wenn er bisher dachte, dass er der schnellste Rennfahrer sei, hat er sich gewaltig getäuscht. Im Vergleich zu Sunny, der Frau mit dem komischsten Namen aller Zeiten, ist jede Rennstrecke ein Spaziergang.


11. Gestaltest du deine Buchcover selber? Oder hast du dafür „Designer/Grafiker“ die das für dich machen?
Mittlerweile mache ich es selbst und habe eine kleine Gruppe an Testlesern, die sowohl das eine als auch das andere bewerten. Mit ihrer Hilfe entsteht am Ende etwas.

12. Wie viele (Print-)Seiten haben deine Bücher durchschnittlich?
Einen Durchschnitt gibt es nicht. Mal mehr, mal weniger.

13. Bist du hauptberuflich Autorin oder gehst du noch einer anderen Tätigkeit nach? Kommst du jeden Tag zum Schreiben?
Hauptberuflich wäre wohl der nächste Traum, aber momentan ist es nur nebenbei. Somit existiert noch ein Brotjob. Deshalb, und weil ich noch andere Verpflichtungen habe, komme ich nicht jeden Tag zum Schreiben. Wenn ich es schaffe, dann am liebsten auf meinem Balkon bei Sonnenschein und morgens.

14. Bist du auf Buchmessen vertreten? Wenn ja auf welchen?
Nein.

15. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Ich selbst habe einen jüngeren Bruder mit dem ich einiges teile. Wir sind uns oft sehr ähnlich. Bei einer Zwillingsschwester wäre es um einiges witziger. Wahrscheinlich würde ich mir mit ihr viel Schabernack einfallen lassen.

Freitag, 26. April 2019

Autoreninterview mit Katherina Ushachov

Hallo liebe Besucher,

neuer Tag und wieder ein neues Autoreninterview, vielen Dank an *Katherina Ushachov* das du unsere Fragen so ausführlich beantwortet hast...
* Foto ©  liegt bei Katherina Ushachov*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Das fällt mir immer ein bisschen schwer – kennt ihr die eine Folge „Phineas und Ferb“, in der sie ein Spielzeug kreieren? Nämlich die „Perry-das-Schnabeltier-Trägheitsfigur“, deren herausragendes Merkmal ist, dass sie nichts macht? Das bin so ziemlich ich, außer zu schreiben, tue ich nämlich nicht sonderlich viel.
Ich bin 28 Jahre alt, wurde ursprünglich in Odessa (damals noch in der Sowjetunion) geboren und bin dann in Chemnitz aufgewachsen. Als Teenie war ich in der dortigen jüdischen Gemeinde ziemlich rege, eigentlich bin ich mit den Jugendlichen aus Leipzig und Dresden regelmäßig irgendwo hingefahren und habe etwas unternommen. Zwischenzeitlich studierte ich in Mainz und mittlerweile lebe ich in Vorarlberg. Das ist ein kleines Bundesland in Österreich.
Dort arbeite ich als freie Lektorin, überwiegend für Selfpublisher*innen und derzeit zwei Kleinverlage. Von zu Hause aus, mit dem Blick auf einen bildschönen Berg. (Wenn der nicht gerade im Nebel verborgen ist, wie zum Zeitpunkt des Interviews).
Für Hobbys bleibt neben dem Arbeiten und dem Schreiben eigentlich kaum Zeit. Ich besuche gerne Bücherflohmärkte (und eskaliere ein bisschen), zeichne ab und zu meine Romanfiguren und besitze ein Grafiktablett, das ich gelegentlich quäle. Außerdem schreibe ich gerne Textrollenspiele und zocke auf dem GameBoy Advance uralte Pokémon-Editionen.


2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Ich war ein unglaubliches Plappermaul, immer schon. Aber nicht in Bezug darauf, was ich so erlebt habe – das fand ich langweilig. Ich wollte einfach den ganzen Tag Geschichten erzählen. Da ich sehr früh schon sprechen konnte – erste Anfänge machte ich mit sieben Monaten – konnte ich das schon in einem ziemlich frühen Alter und ohne Rücksicht darauf, ob man eigentlich Zeit und Lust hat, sich meine Fabulierungen anzuhören. Außerdem wollte ich eine Möglichkeit, eine Geschichte verschiedenen Leuten immer gleich zu erzählen.
Also zeichnete ich die Geschichten, damit ich beim Erzählen an den Bildern entlanggehen kann.
Als ich dann lernte, wie man schreibt, stellte ich fest: Das ist effektiver, als zu zeichnen. Geht schneller (gerade wenn die eigenen Ansprüche zusehends steigen) und man muss es nicht mal selbst vorlesen, sondern kann es auch anderen Leuten in die Hand drücken. („Da! Lies und sag was dazu!“) Mit dem Computer war ich dann noch ein gutes Stück schneller und habe 2004 meine Fanfiction in ein damals sehr großes Potter-Forum gepostet.
Es sollte allerdings dauern, bis ich lerne, große Geschichten zu beenden. Das erste war eine englischsprachige Potter-Fanfiction, die ich handschriftlich beendet habe. Allerdings habe ich damals Szenen, auf die ich keine Lust hatte, einfach nicht geschrieben und nur mit einem kurzen „And than, this and that happened“ zur nächsten Szene übergeleitet, auf die ich Lust hatte. Leider habe ich dann das Ganze nie ordentlich ausgeführt, sprich, fertig abgetippt und dabei die Szenen, auf die ich keine Lust hatte, doch noch ausformuliert. Das war nämlich eigentlich der Plan.
Das erste richtige Buch hatte ich in der Rohfassung dann 2009 fertig. Irgendwann im Oktober, kurz vor Studienbeginn.


3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Das … ist kompliziert. Ich bin mir nämlich nicht sicher, wie genau es dazu kam, aber ich schreibe hauptsächlich in einem anderen Genre, als ich veröffentliche. In meiner Schublade schlummert eine zweistellige Zahl an Vampirromanen, die mehr oder weniger Fantasy sind (zugegeben, durch den Weltenbau-Ansatz schimmert die ganze Zeit Science-Fantasy hindurch …). Der erste vollendete Roman (siehe Frage 2) ist eine Dystopie und eindeutig in der Science-Fiction zu verorten. Der erste veröffentlichte Roman ist Romantasy – ein Genre, in dem ich eigentlich nie schreiben wollte. Und alles andere, was bisher von mir erschienen ist, ist ebenfalls Science-Fiction.
Schaut man sich dann meine Kurzgeschichten an, stellt man fest, dass ich recht viel im Bereich Schauergeschichte/Horror schreibe, dazu gehört auch die Kurzgeschichte aus der zuletzt erschienenen Anthologie „Undinenblut“ aus dem „Eldur-Verlag“.
Sagen wir … Ich schreibe hauptsächlich Phantastik mit gelegentlichen Ausflügen ins Realistische und lasse mir genretechnisch alles offen.


4. Hast du selber Lieblingsautoren? Oder „Vorbilder“?
Ich habe Autor*innen, deren Bücher ich gerne lese und von denen ich mir Lektionen mitgenommen habe:
- Stephen King lehrte mich, dass der wahre Horror nicht in irgendwelchen gruseligen Monstern lauert, sondern darin, wie ganz normale Menschen handeln, wenn sie die Möglichkeit bekommen, ihre schlimmsten (und besten) Seiten auszuleben
- Marion Zimmer-Bradley lehrte mich, dass es durchaus möglich ist, in einer großen Welt einfach mehrere mal mehr, mal weniger zusammenhängende Geschichten anzusiedeln. Es muss nicht immer eine fortlaufende Handlung mit dem gleichen Inventar an Personen sein, es gibt auch andere Möglichkeiten.
- Antje Wagner lehrte mich den Unterschied zwischen den verschiedenen Spannungsarten. Handlungsspannung, Figurenspannung. Es muss nicht dauernd was passieren, es muss nicht viel passieren. Spannung ist und kann so viel mehr, als nur Action zu sein.
- Anne Rice hat mich überhaupt erst zu meinem Lebenswerk inspiriert, von dem ich noch nicht weiß, wann es veröffentlicht wird. Durch ihre unaufgeregte Art, die Vampire queer zu portraitieren, habe ich seit meinem vierzehnten Lebensjahr ganz selbstverständlich queere Figuren in meinen Büchern, auch wenn ungefähr ein Jahrzehnt vergangen ist, bis ich es bewusst kapiert habe.
Ich könnte wohl noch
eine Weile so weitermachen, aber das würde den Rahmen für so ziemlich alles sprengen, fürchte ich.


5. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Das ist sehr, sehr unterschiedlich. Und „komplett fertig“ ist immer so eine Sache. Reden wir von der Rohfassung oder wirklich von allen Fassungen, bis es gedruckt wird?
Ich glaube, meine schnellste Rohfassung (Novelle) waren 12 Tage und meine langsamste ungefähr 9 Monate fürs reine Schreiben. Da ich allerdings ein sehr gutes Gedächtnis habe, das mich textblind macht, muss ich meine Texte in der Regel sehr lange ruhen lassen, ehe ich sie wieder anfasse und das Überarbeiten kann sich monatelang hinziehen.
Im Falle von „2145 – die Verfolgten“ habe ich es ungefähr ein Jahr lang liegen gelassen, dann in diversen Foren mit Testleser*innen gearbeitet. Im Dezember 2014 lag es einem Kleinverlag vor und es gab auch bereits mehrere Lektoratsrunden, aber ich habe den Vertrag ungefähr Mitte 2018 aufgelöst. Das Buch ist seit Januar 2019 draußen, also hat es zwischen den ersten Zeilen der Rohfassung am 03.10.2008 und dem Erscheinungstag mehr als zehn Jahre gedauert.
Andere Bücher sind wesentlich schneller, „der tote Prinz“ hat von den ersten Zeilen des Prologs bis zum Erscheinen etwa anderthalb Jahre gebraucht. Also … sagen wir, es hängt vom Buch ab.


6. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt? Lieber E-books oder Printbücher? Wie hoch ist dein aktueller SUB?
Eigentlich schon – ich habe nicht viel Zeit, aber wenn, dann tue ich es sehr gerne :D. In meinem Regal findet sich ein buntes Sammelsurium aus Fantasy, Science-Fiction, Klassikern und Sachbüchern. Sehr vielen Sachbüchern.
Und sowohl als auch. Ich kaufe Prints aus Kleinverlagen am liebsten auf dem Buchmesseconvent in Dreieich, weil dabei Verlag und Autor*innen am meisten Geld davon haben. Elektronische Bücher dagegen am liebsten bei Amazon, aus dem gleichen Grund – ich lese überwiegend Indies und weiß aus eigener Erfahrung, dass in den meisten Fällen die Gewinnmarge auf Amazon besonders gut ist. Wenn ich mir unsicher bin, ob das der Fall ist, frage ich schon mal nach. „Du, ich möchte gerne dein Buch kaufen. In welchem Format und bei welcher Plattform kriegst du am meisten?“ Und dann handle ich danach.
Wie hoch der SUB ist, weiß ich gar nicht. Ich sortiere Bücher so:
- Sachbuch oder Nicht-Sachbuch (für Sachbücher habe ich ein eigenes Regal)
- gleiche Autor*innen stehen nach Möglichkeit zusammen
- besonders alte Bücher stehen im Prunkregal im Wohnzimmer
- besonders hübsche Bücher in bestimmten Farben sind auf bestimmte Regale verteilt
- der Rest wird hingestellt, wo halt noch Platz ist
Daher habe ich schlicht keinen guten Überblick, wie viele es sind. Aber ich fürchte, die Zahl ist dreistellig.


7. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Klingt hart, aber ich habe daran gearbeitet, dass wirklich alle, mit denen ich länger zu tun habe, kapieren, dass das ein Job ist. Kein „Ich schreibe in meiner Freizeit ein bisschen und mache das larifari“, sondern wirklich ein Knochenjob, der mir manchmal alles abverlangt, was ich an Kraft, Mut und Leidenschaft habe.
Zugegeben, es hilft, dass der Partner ebenfalls schreibt (oder zumindest geschrieben hat) und ein Großteil meines engeren Freundeskreises in irgendeiner Form ebenfalls dem Geschichtenerzählen zugetan ist, es muss ja nicht immer das geschriebene Wort sein.
Einige lesen mit großer Begeisterung alles, was ich geschrieben habe. Meine Eltern kaufen mittlerweile alle Bücher und Anthologien von mir als Print und stellen sie sich stolz ins Regal.
Ein bisschen nervös bin ich ja schon, weil ich mit den Büchern und vor allem den Anthologien immer mutiger werde und die Geschichten … Nun ja, ich bin eine harmlos aussehende, junge Frau. Lieb, meist etwas zerstreut, aber tendenziell eher harmlos. Und dann schreibe ich über ganz und gar nicht harmlose Sachen. Gerade bei den Eltern meines Partners habe ich immer etwas Angst, wenn sie meine Bücher lesen, gebe ich zu. Jedenfalls bei einigen.
Ansonsten habe ich aber kein so großes Problem mit dem Umfeld, wie ich es bei einigen anderen mitbekomme, deren Schreiben nicht beachtet, belächelt oder gar verhöhnt wird. Ich glaube, allein ein schreibender Partner ist hier schon Gold wert.


8. Bist du immer sehr aufgeregt, wenn du ein neues Buch veröffentlich hast, wie es den Lesern gefällt und wie die ersten Rezensionen wohl aussehen werden?
Ja. Mir wird vor Aufregung oft schlecht und ich hänge den ganzen Tag in den sozialen Netzwerken. Aktualisiere andauernd meine Verkäufe auf Amazon (bei Selfpublishingbüchern) oder den Verkaufsrang und kreische wie ein Teenie, wenn dann Buchbesprechungen auftauchen.
Es ist auf alle Fälle ein Wechselbad der Gefühle.


9. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Bisher habe ich noch nichts erhalten, was schlechter als 3* ist und die meisten dieser Rezensionen waren gut begründet. Falls ich noch in diesem Leben dazu komme, das entsprechende Buch doch noch zu überarbeiten, werde ich mir sie alle noch mal anschauen und bestimmte Sachen ändern.

10. Wie wählst du die Namen für deine jeweiligen Protagonisten/Nebencharaktere aus?
Damit habe ich nicht viel zu tun, die meisten Charaktere kommen zu mir und stellen sich namentlich vor. Und ich habe meist die Wahl „Friss oder Stirb“ – sie sind sehr bockig, wenn ich sie umbenennen will, weil der Name zwar schön ist, aber gerade bei historischer Fantasy halt beim besten Willen nicht passt.
Bei Nebenfiguren kommt es auf das Buch an. Teils nehme ich den erstbesten passenden Namen, der mir einfällt, teils nutze ich Generatoren. Bei einigen Romanen habe ich ein festes System, da muss es dann passen. Was ich nicht mache, sind sprechende Namen. Oder wenn, dann eher in Form von multilingualen Wortspielen, die außer mir ohnehin niemand versteht – so ist der Name zwar für mich ein sprechender, aber nach außen hin wirkt er vollkommen normal.


11. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.)
Ich habe Mitte März mein viertes Buch veröffentlicht. „Der tote Prinz“ ist Band 16 aus der Reihe der Märchenspinnerei. Wobei alle Bücher dieser Reihe von unterschiedlichen Autorinnen verfasst werden und unabhängig voneinander gelesen werden können. Es handelt sich um die Adaption einer russischen Variante von „Schneewittchen“, allerdings mit ein paar wesentlichen Unterschieden. So spielt das Ganze in der Zukunft, in Afrika, und es kommt kein einziger Apfel in der Geschichte vor.
Wie bei allen Büchern, die ich schreibe, konnte ich es auch hier nicht lassen, über den Inhalt einige Botschaften zu transportieren, die mir wichtig sind. In „der tote Prinz“ steckt unter anderem auch eine Aufforderung, die Umwelt zu schützen.


Klappentext:
Ein toter Jüngling.
Ein sprechender Spiegel.
Eine zerstörte Erde.

Verseuchte Luft, haushohe Müllberge und rivalisierende Warladys, von denen eine ihre Mutter ist: Das ist Elessas Welt. Jeder Schritt draußen kann den Tod bedeuten. Dennoch verlässt sie den Schutz des heimischen Palastes auf der Suche nach dem Mann, den sie eigentlich nie heiraten wollte. Die Alternative zu Dario jedoch, sein Stiefvater, wäre weit schlimmer. Der erschlich sich durch Mord seinen Platz als heimlicher Herrscher der rivalisierenden Familie und bedroht nun auch Elessas Heimat. Um ihm zu entgehen, folgt Elessa der einzigen Spur, die sie hat: den Worten eines mechanischen Spielzeugs aus längst vergangener Zeit.
Ist Dario wirklich tot und damit das nächste Opfer des ruchlosen Stiefvaters oder steckt wirklich Hoffnung in diesem einen Wort, das die Maschine für Elessa hat?
„Die tote Prinzessin und die sieben Recken“ einmal anders. Katherina Ushachov versetzt Puschkins Märchen in eine düstere Zukunft und erzählt im 16. Buch der Märchenspinnerei di
e Geschichte eines mutigen Mädchens – in den Überresten einer Gesellschaft, erbaut aus unserem Müll.

12. Gestaltest du deine Buchcover selber? Oder hast du dafür „Designer/Grafiker“ die das für dich machen?
Ich zahle Leuten dafür Geld. Die können das nämlich viel besser als ich. Gerade die Arbeit mit Stockfotos ist doch sehr komplex, auch wenn man das kaum glauben mag. Gerade für „der tote Prinz“ hat meine Designerin sehr tief in die Trickkiste greifen müssen, weil es fast unmöglich ist, anständige Stockfotos von Menschen zu finden, die nicht zufällig weiß und europäisch sind.
Grafikdesign gehört zwar zu meinen Hobbys, aber ich bin beim besten Willen nicht gut genug, um meine Cover selbst zu gestalten.
Bei meinen Verlagsbüchern entscheidet natürlich der jeweilige Verlag
.

13. Wie viele (Print-)Seiten haben deine Bücher durchschnittlich?
Die bisher erschienenen Bücher sind eher kurz. „Zarin Saltan“ hat in gedruckter Form etwa 140 Seiten, „der tote Prinz“ 188 und von den 105 Seiten in „Gefangen im Dilemma“ stammen 50 von mir. Bei „2145 – die Verfolgten“ dürften es deutlich mehr sein, da habe ich den Printsatz allerdings noch nicht fertig und weiß es daher nicht.
Aber ich bin generell ein großer Fan von Novellen und halte sie für eine unterschätzte Form. Zum Glück habe ich gleich zwei Verlage gefunden, die mit mir Novellen realisieren wollen. Dazu hoffentlich bald mehr.


14. Bist du hauptberuflich Autorin oder gehst du noch einer anderen Tätigkeit nach? Kommst du jeden Tag zum Schreiben?
Hauptberuflich bin ich freie Lektorin. Das ist eine ganz schön erfüllende Tätigkeit und auch wenn ich vom Schreiben leben könnte, würde ich wohl den einen oder anderen Auftrag noch annehmen. Dazu mag ich meine Arbeit einfach zu sehr.

15. Bist du auf Buchmessen vertreten? Wenn ja auf welchen?
Das schwankt von Jahr zu Jahr ein bisschen. Nächstes Jahr werde ich auf alle Fälle wieder auf der Leipziger Buchmesse sein. Das war mir letztes Jahr möglich, dieses musste ich ausfallen lassen.
Man findet mich aber auf alle Fälle auf dem BuCon in Dreieich-Sprendlingen, wo ich mich demnächst um einen Stand bewerben werde.
Viele Messen sind für mich leider zu weit weg oder haben einen ungünstigen Zeitpunkt. Mein Hauptschreibmonat liegt beispielsweise im November, da würde ich ungern parallel verreisen.
Aber oft haben andere Leute meine Bücher im Gepäck – die Märchenspinnerei, der Machandelverlag, der Wurdack-Verlag und bald auch andere.


16. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Oh, davon habe ich als Kind ganz oft geträumt und es mir voller Sehnsucht gewünscht! Leider ist meine Schwester 8 Jahre jünger als ich, aber trotz unserer Unterschiede kommt sie einer Zwillingsschwester recht nahe. Nur eben einer, die sich verspätet hat. Ich glaube, wir wären ein sehr cooles Gespann gewesen, wenn es die Kleine etwas früher gegeben hätte.

Donnerstag, 25. April 2019

Autoreninterview mit Anna Kleve

Hallo liebe Besucher,

heute geht es nun weiter mit dem Autoreninterview-Marathon, dieses Mal ist die Autorin *Anna Kleve* an der Reihe. Vielen dank das du dich unseren Fragen gestellt hast...
* Foto ©  liegt bei Jana Zanetta*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Okay, also, so als Dame schweige ich dann mal ganz schick über mein Alter. Ich komme aus dem Bergischen Land, die Stadt behalte ich mal für mich. Schreiben tue ich eigentlich immer und überall, wenn mir was einfällt und es die Umstände erlauben. Diese Frage trifft sich hervorragend, denn über so einiges habe ich kürzlich mit einer befreundeten Autorin geredet. Die war echt verblüfft, was ich schon alles gemacht habe. Gemalt habe ich, neben dem Schreiben, schon immer. Mal mehr, mal weniger. Je nach Laune. Ansonsten habe ich Geige und Klaviergespielt. Ersteres darf ich leider nicht mehr. Letzteres kann ich inzwischen gar nicht mehr. Auf meinem E-Piano kann ich nicht mal mehr “Alle meine Entchen“ spielen. Irgendwann habe ich mal Balett getanzt und später Line Dance. Also vollkommen verschiedene Dinge. Außerdem gehe ich unheimlich gerne auf Mittelaltermärkte und sehe mir Schlösser und Burgen an. Und natürlich lese ich auch. Man will ja wissen, was die Konkurrenz so macht. Nein, Scherz beiseite. Ich lese einfach so, weil es mir Spaß macht und lege hier dazu noch ein Geständnis ab. Angefangen habe ich beim Lesen tatsächlich nicht mit Fantasy, die ich ja selbst schreibe, sondern mit TKKG, also in die Krimirichtung im Kinder- und Jugendbereich.

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Ich habe geschrieben, seit ich schreiben konnte. Das waren allerdings zugegebenermaßen Abkupferungen von Geschichten, die ich selbst gelesen habe, nur umgeschrieben. Mit anderen Geschlechtern und so. Das woran ich mich besonders erinnere ist eine Geschichte so ähnlich wie Harry Potter. Carina Tringo! Na ja, darüber will ich auch nicht mehr nachdenken. Die Verwandtschaft erinnert mich oft genug daran.

3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Ich schreibe überwiegend Fantasy, meistens im Subgenre Gay-Fantasy, habe aber auch Romantasy und Kinderfantasy dabei. Manchmal habe ich tatsächlich auch darüber nachgedacht, etwas im Genre Science Fiction zu schreiben, aber da ist noch nichts konkret. Andere Genres kann ich mir zurzeit nicht vorstellen, aber man soll niemals nie sagen. Wer weiß, ob mich nicht irgendwann ein Plotbunny aus einem ganz anderen Genre anspringt. Die sind manchmal echt hinterhältig.

4. Was Inspiriert dich zu neuen Buchideen? Welche Projekte hast du als nächstes geplant?
Ich gebe zu, mich kann fast alles auf Ideen bringen, was manchmal echt lustig ausgeht. Bei “Orkisch verliebt“ war es ein Missverständnis, von dem eine meiner Lektorinnen mir erzählt hatte. Es können aber auch ganz normale Dinge sein. Bei “Sohn des Winters“ hatte ich gerade ein Bild von einem Bären gesehen, als es anfing zu schneien. Ich weiß also nie, wann mal was Neues kommt. Und was in nächster Zeit so geplant ist: Ich schreibe an Unberührbar 2, wollte möglichst bald Elementarmacht fertig schreiben und ich habe noch eine angefangene Märchenadaption auf meiner Festplatte. Aber man weiß nie, ob sich das nicht innerhalb kürzester Zeit ändert.

5. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Wie lange ich durchschnittlich an einem Buch schreibe hängt tatsächlich von meiner Motivation und der Lage im Privatleben ab. Ich habe schon Bücher in drei oder vier Tagen geschrieben (etwa 100 bis 150 Seiten), aber ich habe auch schon drei Monate an einem Buch gesessen. Es ist also meiner Verfassung und der Zeit, die ich habe geschuldet, wie schnell eine Geschichte fertig wird.

6. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt? Lieber E-books oder Printbücher? Wie hoch ist dein aktueller SUB? 
Ja, ich lese selbst sehr gerne und viel, wenn ich die Zeit finde. Allerdings kann ich auch sehr schnell ein dickes Buch lesen. Eigentlich würde ich zu gerne alle Bücher als Print haben, aber dafür fehlt mir hier einfach der Platz, weswegen ich inzwischen meistens E-Books hole. Und mein SuB: Zwei gekaufte E-Books, sind noch auf dem Reader und 10 ungelesene E-Books über KU heruntergeladen (mehr kann man nicht auf einmal auf dem Reader ausgeliehen haben) und drei Printbücher, die ich geschenkt bekommen habe. Mein SuB ist also quasi 15 Bücher hoch.

7. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Die Reaktionen anderer sind ganz unterschiedlich. Mein Cousin aus Österreich liest tatsächlich alle meine Bücher und freut sich immer, wenn er da etwas Neues zu lesen bekommt. Die meisten Freunde lesen auch gerne, aber meistens nicht das Genre, das ich schreibe. Die restliche Verwandtschaft fragt, freut sich über meine Erfolge, kann aber nicht so viel damit anfangen. Allerdings hat mein Vorgesetzter sich jetzt eins meiner Bücher bestellt und irgendwie schiebe ich wegen seiner Reaktion fast schon Panik. Immerhin sehe ich ihn jeden Tag.

8. Bist du immer sehr aufgeregt, wenn du ein neues Buch veröffentlich hast, wie es den Lesern gefällt und wie die ersten Rezensionen wohl aussehen werden?
Oh ja. Ich glaube, diese Aufregung verliert man nicht, selbst dann nicht, wenn man, wie ich gerade, das 26ste Buch herausgebracht hat.

9. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Sacken lassen und auf Sachlichkeit gucken. Konstruktive Kritik versuche ich immer selbst durchzugehen und nicht einfach beiseite stehen. Aber unsachliche Aussagen bemühe ich mich tatsächlich auszublenden, anstatt mich länger damit zu befassen. Trotzdem gebe ich zu, dass es sehr oft wehtut, wenn man sich so etwas zu Gemüte führt. Wenn ich selbst in einem emotionalen Tief bin, dann lese ich sie gar nicht, sondern warte bis ich mich innerlich stark genug dafür fühle.

10. Hast du auch schon mal Bücher gemeinsam mit einer anderen Autorin/einem anderen Autor geschrieben oder ist das für dich nicht denkbar/interessant?
Ich kann es mir vorstellen, aber bisher habe ich das noch nicht gemacht. Allerdings bin ich mit einigen anderen Autor/innen* bei einer Aktion aus der 2. Bloggerbörse dabei, bei der wir eine Fortsetzungsgeschichte schreiben. Jede/r schreibt ein Kapitel und wir gucken, was dabei herauskommt.

11. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.)
Das aktuellste Buch wäre “Gefährlicher Hunger – Unerwartet verliebt“. Eine Geschichte um einen verliebten Ghul. Die Frage lautet dann, wie gut besagter Ghul seinen Hunger im Griff hat. Wer sich mit Ghulen auskennt, dass sie Fleisch essen, auch Menschenfleisch. Aber ich will auch nicht zu viel verraten.

12. Gestaltest du deine Buchcover selber? Oder hast du dafür „Designer/Grafiker“ die das für dich machen?
Meine Cover werden mal von mir, mal von Profis gemacht. Inzwischen habe ich selbst einige Tricks drauf. Meistens sind es die kürzeren Geschichten, die auch günstiger sind, bei denen ich die Cover selbst gestalte. Bei den nicht so guten Covern, die ich anfangs bei einigen Büchern hatte, habe ich einige bereits durch professionelle Cover ersetzt. Kann sein, dass da auch noch weitere folgen. Die halt, die nicht so gelungen sind.

13. Wie viele (Print-)Seiten haben deine Bücher durchschnittlich?
Das ist eine ähnlich schwierige Frage, wie nach der durchschnittlichen Schreibzeit. Meine Printexemplare reichen von 100 bis 520 Seiten. Wie viele jetzt aber welche Seitenzahl haben ist bei 26 Büchern jetzt auch ziemlich Arbeit herauszufinden. Sagen wir jetzt einfach mal zwischen 250 und 350 Seiten, für den Durchschnitt.

14. Bist du hauptberuflich Autorin oder gehst du noch einer anderen Tätigkeit nach? Kommst du jeden Tag zum Schreiben?
Ich bin keine hauptberufliche Autorin, dazu reichen die Verdienste nicht, wenn man noch Lektorat, Korrektorat und Cover bezahlen muss. Allerdings konnte ich die Arbeitszeit in meinem Hauptberuf durch die Autorentätigkeit reduzieren, so dass ich regelmäßige Schreibzeit habe und wirklich täglich zum Schreiben komme.

15. Bist du auf Buchmessen vertreten? Wenn ja auf welchen?
Ich bemühe mich auf möglichst vielen Buchmessen zu sein. Mit dem Selfpublisher Verband bin ich auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. In Leipzig habe ich da am Stand Bücher liegen, bin persönlich aber beim Nornennetzstand anzutreffen. Zusammen mit dem Nornennetz bin ich auch auf der Buch Berlin und versuche einen kleinen Stand auf der FeenCon aufzubauen, was aber noch nicht raus ist. Bei der BuCon ist auch noch alles offen. Man wird sehen. Alleine habe ich mich jetzt für die Fabula Est angemeldet, die dieses Jahr am 11.05. in der Solinger Stadtbibliothek stattfinden wird.

16. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Okay, ich versuchs einfach mal. Ich stelle mir das interessant vor, aber die Vorstellung ist auch schwierig. Da habe ich schon ein bisschen was gehört und das geht halt in konträre Richtungen. Von Zwillingen, die sich super verstehen und fast alles teilen und von Zwillingen, die sich total voneinander entfernen und versuchen möglichst eigenständig zu sein. Also, nicht so einfach, aber manchmal wünscht man sich jemanden, der einen so gut versteht, wie ein Zwilling. Vielleicht kommen bei mir deswegen gelegentlich auch Zwillinge in den Büchern vor.

Mittwoch, 24. April 2019

Autoreninterview mit Patrizia Rodacki

Hallo an alle Blogleser,

heute ist nun der dritte Tag unseres Autoreninterview-Marathons und dieses mal hat sich die junge Autorin *Patrizia Rodacki* unseren Fragen gestellt - an dieser Stelle ein Dankeschön an sie dafür.


* Foto ©  liegt bei Iwona Rodacki*

Und das sind Ihre Antworten.

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Ich bin Patrizia, aber alle meine Freunde nennen mich Pati, 17 Jahre alt und wohne in einem ruhigen  Ort namens Waldthurn. Neben dem Schreiben liebe ich es zu lesen, lektorieren, Nachhilfe in Fremdsprachen zu geben und mich mit Videospielen aller Art zu befassen.

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Mit 9 Jahren habe ich eine erste längere Geschichte für meine Mum geschrieben, eine Liebesgeschichte, die an Titanic erinnert. Einige humorvolle Szenen gab es in der Geschichte, z. B ein alkoholsüchtiger Mann, der die Hälfte der Geschichte über in seinem besoffenen Zustand nicht bemerkt, dass seine Frau abgereist ist. Natürlich aus sprachlicher Sicht schrecklich, aber mit irgendwas muss man ja anfangen. Meinen ersten Fantasyroman „Chain of innocent souls“ habe ich mit 13 Jahren angefangen zu schreiben.

3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Hauptsächlich Fantasy aber auch Thriller. Mein neuestes Manuskript, das gerade im Lektorat ist, ist ein Thriller mit einem fantastischen Element. In Thrillern und Fantasy fühle ich mich wohl und ich glaube, ich werde das Genre nicht so schnell wechseln.

4. Du bist ja noch eine sehr junge Autorin und dein bisher veröffentlichtes Buch ist ja schon vor einer ganzen Weile erschienen – wie hast du dich gefühlt, als du erfahren hast, das es veröffentlicht wird?
Ein Lebenstraum ging in Erfüllung und ich werde den Moment nie vergessen, als die liebe Manu Samel, meine Verlegerin, mir geschrieben hat, das Buch wird veröffentlicht. Ich habe am ganzen Körper gezittert und war im siebten Himmel. Gleich beim ersten Verlag, dem ich mein Manuskript gesendet habe, hat es geklappt.
Kann man denn als 15jährige mehr Glück haben?


5. Was Inspiriert dich zu neuen Buchideen?
Sehr oft sind das interessante Menschen oder Ereignisse aus meinem Leben, die Natur wirkt auch sehr inspirierend auf mich. Mir sind schon einige tolle Ideen in Wäldern, Seen oder am Meer gekommen.

6. Hast du das Cover für dein Buch selbst erstellt? Hat es eine besondere Bedeutung iin Bezug auf den Inhalt des Buches?
Zum Glück habe ich mein Cover nicht selbst erstellt, denn sonst würde es aussehen wie aus der Grundschule. Das lasse ich den Verlag machen, die kennen sich da auch aus und erschaffen wunderschöne Cover, natürlich unter Berücksichtigung meiner eigenen Ideen.
Das Cover ist minimalistisch gehalten, aber die schwarzen Federn spielen dann doch eine essenzielle Rolle in meinem Fantasyroman „Chain of innocent Souls.“ Sie sind eine Anspielung auf die Dämonenengel der Dämmerung.


7. Wie lange hat du an deinem Buch geschrieben, bevor du es dann veröffentlich hast.
Genau ein Jahr habe ich an meinen 434 seitigen Roman geschrieben.
Es war nicht immer einfach, vor allem die Kampfszenen haben mich teilweise in den Wahnsinn getrieben.
Aber das fertige Werk dann in den Händen zu halten und jeden Tag bewundern zu können war es mir wert.


8. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt?
Am liebsten lese ich Fantasy und Thriller, dieselben Genres also, in denen ich schreibe, hin und wieder können es aber gerne auch historische Romane sein. Liebesromane mag ich eigentlich nicht, da gefällt mir nur sehr selten was.

9. Welche Projekte hast du als nächstes geplant (Schreibst du aktuell an einem Buch?) und wenn ja, wann kann man damit rechnen?
Die nächste geplante Veröffentlichung wird der Thriller „Der Mörder Creeksculvers“ sein.
Die Veröffentlichung ist für November geplant und ich freue mich so riesig darauf, wenn mein nächstes Herzensprojekt endlich erscheint.


10. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Von meinen Freunden bekomme ich tatsächlich sehr viel Unterstützung, die finden das alle megacool, auch meine Eltern unterstützen mich sehr.
Meine Tante macht auch immer fleißig Werbung für meine Bücher. Da die meisten meiner Verwandten aber in Polen leben und kein Deutsch verstehen, wird das mit der Unterstützung dann eher schwierig.


11. Bist du immer sehr aufgeregt, wenn du ein neues Buch veröffentlich hast, wie es den Lesern gefällt und wie die ersten Rezensionen wohl aussehen werden?
Natürlich bin ich aufgeregt. Das Lektorat dauert immer etwas, da professionelle Arbeit eben nicht auf einen Tag erledigt werden kann. Umso größer ist dann die Freude, wenn es endlich veröffentlicht wird.
Vor negativen Kritiken habe ich keine Angst mehr. Wenn sie konstruktive Kritiken sind, dann nehme ich sie mir etwas genauer unter die Lupe und versuche daraus zu lernen. Destruktive Kritik nach dem Motto: „Es ist scheiße, weil es scheiße ist.“ ist mir meine Zeit und meine Nerven nicht wert. Die sagt dann mehr über den Menschen, der die Kritik geschrieben hat,  als über das Buch aus.


12. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Klar wird niemand gerne kritisiert und im ersten Moment macht es einen schon traurig, gehört aber zum Leben dazu. Wenn man in die Öffentlichkeit mit seinem Werk geht, muss man immer damit rechnen kritisiert zu werden. Da ist es aber wichtig klarzustellen, ob es sich wie oben schon erwähnt um konstruktive oder destruktive Kritik handelt und man der Kritik überhaupt Aufmerksamkeit schenken sollte. Es gibt ja leider auch viele neidische Menschen, die nur im Sinn haben einen emotional kaputtzumachen.

13. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.)
Das aktuelle Buch:
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Gerne erzähle ich euch etwas über meinen noch nicht veröffentlichten Roman „Der Mörder Creeksculvers.“
In dem Buch geht es um ein kanadisches Internet für Problemkinder, in dem die Schüler von ihren Lehrern gefoltert werden. Im Internat nehmen sich dann immer mehr Schüler ihre Leben, zumindest sieht es aus nach Suizid, aber die Protagonisten Rosemary, Sam und Kate kommen dann darauf, dass es auch Mord sein könnte und suchen den gefährlichen Mörder im Folterinternat.
Ich hab einfach den Satz „Schule ist Folter“ genommen und weitergeführt.
Leider gibt es noch kein Cover von Creeksculver, das ich euch zeigen könnte.


14. Bist du hauptberuflich Autor oder gehst du noch einer anderen Tätigkeit nach? Kommst du jeden Tag zum Schreiben?
Fürs Schreiben nehme ich mir jeden Tag genügend Zeit. Schließlich ist Schreiben meine Selbsttherapie, meine Leidenschaft, mein Leben.
Aber es gibt noch sehr viel anderes zu erledigen wie Lektorieren, Nachhilfe geben und Schulschmarrn erledigen. Noch ein Jahr Schule, dann habe ich hoffentlich mein Abi geschafft und dann heißt es Studium in Germanistik und Anglistik.
Anders als die meisten Autoren will ich aber gar nicht nur vom Schreiben leben. Ich bin ein Mensch mit vielen Interessen und mir ist finanzielle Sicherheit im Job unglaublich wichtig.
Mir die Verkaufszahlen meines Romans anzusehen und daran zu denken, wie er sich besser verkaufen könnte, deprimiert mich nur. Ich schreibe, weil es meine Leidenschaft ist, nicht, um möglichst viele Bücher zu verkaufen.


15. Wie wählst du die Namen für deine jeweiligen Protagonisten/Nebencharaktere aus?
Da habe ich meinen anonymen Helfer, der mir gerne immer wieder kreative Namen bereitstellt. Eine so geniale Person. Sie muss sich nur eine Wasserflasche oder ein anderes Objekt ansehen, schon kommen ihr die originellsten Namen in den Sinn.

16. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Da ich Einzelkind bin, wäre das bestimmt eine aufregende Sache sich mit der Zwillingsschwester auszutauschen und mit ihr spannende Abenteuer zu erleben. Ich genieße aber auch sehr die hohe Aufmerksamkeit meiner Eltern, ich bin die   „Prinzessin“ der Familie und ihr Tag dreht sich immer um mich. Diese hohe Aufmerksamkeit zu teilen, die ich da bekomme, könnte etwas schwierig werden.

Dienstag, 23. April 2019

- Rezension/Werbung Tina - "Warm up für die Liebe" (Alisha Bloom)

Twin Tina´s Rezension zum Buch

"Warm up für die Liebe" von Alisha Bloom


Seitenzahl (Printausgabe): ca. 250
Verlag: Eigenverlag/Selfpublishing
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Preis E-book:  2,99 € (0,99 €)
Bewertung:  5/5

Inhaltsangabe:
Logan Stark ist genau der Typ Promi, den Amber Quinn gerne in diversen Illustrierten anschmachtet: Muskulös, tättowiert und animalisch anziehend.
Sie hat sich aber niemals für die Fitness-Challenge beworben, deren Gewinnern sie nun ist. Vier Wochen soll sie an der Seite von Logan trainier
...en. Das ist eine echte Herausforderung für einen Sportmuffel wie Amber, die schon beim ersten Treffen feststellt, dass Logan nicht so freundlich ist, wie sie erhofft hat.
Logan Stark hat, als ehemaliger Rugby-Spieler, nur vermeintlich alles, was man sich wünscht: Geld, Frauen, einen tollen Körper. Sein Vermögen wurde durch Fehlinvestitionen empfindlich geschrumpft und in der Familie gibt es einen finanziellen Notfall. In Frauen sieht er als glücklicher Single nur Mittel zum Zweck.
Nun soll er eine Couchpotato trainieren, die nicht einmal über einen anständigen Sport-BH verfügt, dafür aber über eine beachtliche Oberweite.
Nach den ersten Reibereien knistert es ganz gewaltig im Trainingsraum und die beiden kommen nicht nur beim gemeinsamen Training ins Schwitzen.


Meine Meinung:

Das Cover ist echt sehr ansprechend, es zieht den Blick auf alle Fälle auf das Buch und auch der Klappentext ist gut gewählt.

In diesem Buch sind Amber und Logan die Protagonisten und es ist immer abwechselnd aus den Sichtweisen der beiden geschrieben - was mir immer gefällt. Amber konnte mich gleich mit ihrer erfrischenden und zum Teil schlagfertigen Art überzeugen..., sie kam echt sehr sympathisch rüber und das sie ein Sportmuffel ist, hat mir eigentlich auch gefallen...- zudem hat sie das Training ja dennoch durchgezogen, was ich ebenfalls gut fand. Logan kommt zu Beginn teilweise schon ein wenig arrogant rüber, aber ich bin dennoch gleich gut mit ihm klargekommen, weil man ihm dennoch anmerkte, dass er ein gutes Herz zu haben scheint... - außerdem war er mir zu keinem Zeitpunkt unsympathisch. Als Nebencharaktere haben mir Becky, Lana und Amy gut gefallen - Jay war zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, scheint aber auch in Ordnung zu sein.

Von den Handlungen bin ich ebenfalls wirklich angetan - sie konnten mich durchweg überzeugen. Es war gleich von Beginn an spannend, außerdem gab es einige lustige Momente, sodass ich öfter schmunzeln musste. Es war abwechslungsreich und ich konnte das Buch echt kaum aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte wie es weitergeht. Ich hätte durchaus noch weiterlesen können, denn es hat mir echt sehr gefallen. Das Ende fand ich richtig schön.

Am Schreibstil der Autorin hab ich auch nichts auszusetzen, es ließ sich alles flüssig lesen.

Schlussbewertung:

Ein abwechslungsreicher und zum Teil echt lustiger Liebesroman, der mich durchweg überzeugen konnte und der daher natürlich volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung erhält:

Autoreninterview mit Lisa Lamp

Hallo an alle,

heute ist nun der zweite Tag des Autoreninterview-Marathons. Dieses mal hat sich *Lisa Lamp* unseren Fragen gestellt, vielen Dank an dieser Stelle dafür!
* Foto ©  liegt bei Lisa Lamp*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Mein Name ist Lisa, aber das weißt du ja schon. Ich bin 19 Jahre alt, eine Leseratte, ein Serienjunkie, Vollzeit-Tante eines Einjährigen und nebenbei schreibe ich Bücher. Zur Zeit lebe ich in Wien, angeblich die schönste Stadt der Welt. Das würde ich zwar nicht sagen, aber mir gefällt es trotzdem ganz gut.

2. Wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Mein erstes Buch habe ich während meines Abschlussjahres geschrieben, was noch gar nicht so lange her ist, obwohl es sich für mich wie eine Ewigkeit anfühlt.

3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Ich bin beim Genre Fantasy zuhause, mache aber immer wieder Abstecher in Form von Kurzgeschichten im Bereich Horror und Erotik.

4. Dein Buch handelt ja u. a. von Hexen – glaubst du auch im realen Leben an Hexen oder sonstiges in der Richtung?
Nicht wirklich. Früher wäre es denkbar gewesen, dass es andere Wesen gibt und wir es nicht wissen, aber beim heutigen Entwicklungsstand der Gesellschaft würde ich sagen, dass Hexen auffallen würden.

5. Was Inspiriert dich zu neuen Buchideen?
Alles! Andere Geschichten, Filme, Erzählungen von Freunden, …

6. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Das ist schwierig und immer ganz unterschiedlich, wobei es ja mit dem Schreiben allein nicht getan ist, bedenkt man Lektorat, Korrektorat, etc. Ich würde sagen zwischen 3 und 12 Monaten ist alles möglich. Wenn es noch länger dauert, breche ich die Geschichten meist ab, weil mir die Lust vergeht.

7. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt?
Ich liebe es zu lesen und auch hier halte ich mich eher im Bereich Fantasy auf, auch wenn ich nichts gegen Abwechslung habe.

8. Wie wählst du die Namen für deine jeweiligen Protagonisten/Nebencharaktere aus?
Meist suchen die Namen mich :-) Für viele Charaktere ist der Name schon in meinem Kopf, bevor sie Charaktereigenschaften bekommen, auch wenn ich immer darauf achte, dass sie außergewöhnliche Namen haben. Und wenn kein Name in meinem Kopf herumschwirrt, bekommen sie einen, der mit mir zu tun hat. „Read“ beispielsweise hat mein Lieblingshobby „lesen“ als Namen bekommen.

9. Welche Projekte hast du als nächstes geplant?
Ich hab vor knapp einer Woche den Autorenvertrag für mein letztes Buchprojekt, indem es um einen Körpertausch zwischen Mann und Frau geht, unterschrieben und bin dabei es abzuschließen. Danach hat Band 4 meiner „Wenn die Nacht stirbt“-Reihe Priorität und danach wird es sich zeigen. Auf jeden Fall werde ich nicht aufhören zu schreiben ;-)

10. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Am Anfang war viel Unverständnis da, beispielsweise wenn man zum wiederholten Male nicht mit zu Partys kommt, weil man lieber schreibt oder ich mich tagelang in meinem Zimmer einsperre, um meine Ruhe zu haben. Seit meiner ersten Veröffentlichung ist das besser, auch wenn einige mich immer noch belächeln, wenn ich sage, dass ich Autorin bin.

11. Bist du immer sehr aufgeregt, wenn du ein neues Buch veröffentlich hast, wie es den Lesern gefällt und wie die ersten Rezensionen wohl aussehen werden?
Ja! Jedes Mal!  Ich bin sogar immer nervös, wenn ich mein Manuskript Testleser oder dem Verlag schicke.

12. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Bis jetzt habe ich noch keine vernichtenden Rezensionen erhalten, weshalb ich noch gar nicht weiß, wie das für mich sein wird. Aber ich bekomme häufig Kritik von meinen fleißigen Testleserinnen und diese Meinung brauche ich auch ganz dringend, um meine Texte zu verbessern. Testleser, die mir nur sagen, dass sie etwas gut fanden, bleiben meist nicht in meinem Team, weil mir das eigentlich nicht weiterhilft, auch wenn es mein Ego streichelt.

13. Welches ist dein aktuelles Buch? (Klappentext, Coverbild etc.)
                                               Das aktuelle Buch:
Klappentext:
 »Sie wehrte sich tapfer, aber sie würde keine Chance haben. Niemand von uns hatte eine Chance.«
Als sich die glühenden Brandzeichen in Reads Haut brennen, ist der Schülerin sofort klar, dass sich ihr Leben für immer verändern wird. Mit ihren neugewonnenen Fähigkeiten reist Read ins Hexeninternat und wird prompt in einen Strudel aus Geheimnissen und Lügen gezogen. Während eine Mitschülerin in der Junghexe eine Gefahr sieht und die anderen gegen sie aufhetzt, sucht Hunter, Reads angeblicher Seelenverwandter, ihre Nähe, obwohl er in einer Beziehung steckt. Zusätzlich stiften die Alpträume der Junghexe Verwirrung und lassen sie daran zweifeln, was wahr ist und was nicht. Als plötzlich Schüler spurlos verschwinden, ist das Chaos perfekt, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


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Zum neu erscheinenden Buch:
Mein aktuellstes Buch erscheint im Spätsommer und noch ist weder das Cover noch der Klappentext fertig. Aber es bleibt ja noch Zeit ;-)

14. Erstellst du die Cover für deine Bücher selbst oder hast du entsprechende Grafiker dafür?
Meist kümmert sich der Verlag darum, auch wenn ich das letzte Wort habe, was ich sehr schätze. Trotzdem habe ich zusätzlich in Bianca von Coverup-Buchdesign zusätzlich eine Designerin gefunden, die geradezu perfekt meine Wünsche umsetzt.

15. Gehst du auch privat auf Messen, wo du nur als Besucher dabei bist (nicht als Autor)?
Dieses Jahr werde ich als Besucherin auf der Buch Wien sein und eine Woche später auf der Buch Berlin, wobei ich da als Autorin bin :-)

16. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Ganz klar: Gruselig! Die Vorstellung, dass es dann jemanden gebe, der so aussieht wie ich, finde ich beängstigend, auch wenn das durchaus Vorteile hat.

Montag, 22. April 2019

- Rezension/Werbung Tina - "Rache wird am besten kalt serviert" (Diane Summer)

Twin Tina´s Rezension zum Buch

"Rache wird am besten kalt serviert" von Diane Summer

Seitenzahl (Printausgabe): ca. 220
Verlag: Papierverzierer Verlag
Preis Taschenbuch: 12,95 €
Preis E-book: 2,99 €
Bewertung:  4/5


Inhaltsangabe:
Deine Vergangenheit beeinflusst nicht nur deine Zukunft, sondern auch die deiner Mitmenschen.
Dreizehn Jahre ist es her, dass Schüler Nero in der Schule durchgedreht ist und seine Lehrer angegriffen hat. Noch bei seiner Verurteilung schwört er auf Rache. In der Gegenwart bekommen es die Kommissare Haberlund und Kaiser mit einer zweifachen Entführung zu tun, die mit den Ereignissen der Vergangenheit in Verbindung zu stehen scheint. Die Entführungsopfer sind Kinder der ehemaligen Lehrer, an denen sich Nero rächen wollte, weswegen der Verdacht automatisch auf ihn fällt. Hat er etwa seine Drohung wahrgemacht? Hoffentlich können die beiden Ermittler die Opfer noch rechtzeitig finden.



Meine Meinung:

Das Cover find ich optisch zwar nicht ganz so schön, aber trotzdem zu einem Krimi passend. Die Inhaltsangabe ist gut gewählt und macht neugierig auf das Buch.

Da es sich, wie ich schon erwähnt habe, um einen Kriminalroman handelt lernt man die Protagonisten natürlich nicht so wirklich kennen. Es gibt 2 Kommisare, Haberland und Kaiser... und diese scheinen eigentlich ganz okay zu sein...In diesem Teil spielt dann noch Nero eine größere Rolle und einige andere...Natürlich waren mir alle nicht so sonderlich sympathisch, was ja nicht ungewöhnlich ist und zudem eigentlich auch passend zum Genre.

Um auf die Handlungen einzugehen. Diese fand ich schon unterhaltsam, obwohl ich zugeben muss, dass es einen Moment gedauert hat, bevor ich ins Buch gekommen bin....Woran das genau lag, kann ich garnicht so konkret sagen...Die Handlungen passen gut und ein wenig war ich dann ab und an schon überrascht - ist schon schlimm, was manche Menschen so machen...Genaueres kann ich natürlich nicht sagen. Die Idee, das es einen Rückblick auf die Vergangenheit gibt und dann die Gegenwart, fand ich gut. Man muss aber dazu sagen, dass es sich wirklich meist nur auf den Fall konzentriert und es keine großartigen Nebenhandlungen gibt, was ich aber dennoch angebracht fand...Das Ende war für mich dann ein wenig abrupt, hat mir aber gefallen. Ich bin auf alle Fälle auf den nächsten Fall der Kommissare gespannt.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, daran hab ich nichts auszusetzen.

Schlussbewertung:

Ein Kriminalroman, der mich größtenteils gut unterhalten hat. Da ich ein bisschen gebraucht habe, um ins Buch zu finden, habe ich mich dazu entschieden 4 Punkte zu vergeben:

-Rezension/Werbung- Sternmarie: Ein abenteuerliches Märchen (Jenny Völker)

Twin_Kati´s Rezension zum Buch

"Sternmarie: Ein abenteuerliches Märchen" von Jenny Völker 


Seitenzahl (Printausgabe): ca. 331
Verlag: Eigenverlag/Selfpublishing
Preis Taschenbuch: -
Preis E-book:  3,99 €
Bewertung: 5 / 5

Inhaltsangabe:
Was würdest du tun, wenn ein Zwerg mitten in der Nacht an dein Fenster klopft, um dich mitzunehmen in seine Märchenwelt?
Der spannende Märchenroman von Jenny Völker: Eine Mischung aus Abenteuer und Fantasy, Märchen für Erwachsene mit einem Hauch Romantik, denn auch wir Großen wollen noch an Wunder glauben!
Als es mitten in der Nacht an Marie's Schlafzimmerfenster klopft, ergreift die Mittzwanzigerin die Gelegenheit, ihr Leben zu verändern. Sie folgt dem abenteuerlustigen Zwerg Karl in ein magisches Königreich, um dort nach ihren Eltern zu suchen – plötzlich befindet sie sich mit dem Prinzen auf der Flucht und steckt mitten in einem lebensgefährlichen Abenteuer. Kann sie ihm und dem alten Ritter Johann helfen? Wird sie ihre Eltern finden? Ein magisches Abenteuer mit Elfen, Zwergen und Hexen, die auf Besen reiten, beginnt.
Folge Marie in ein märchenhaftes Abenteuer und lass dich verzaubern von der Magie der Hoffnung!


Meine Meinung:

Obwohl das Cover schlicht wirkt, merkt man - wenn man sich die Inhaltsangabe anschaut - das es doch gut zum Buch passt, der Titel ist auch wirklich treffend gewählt. Man hätte es vielleicht noch mit einer Person darauf abrunden können, das würde etwas mehr aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber das ist Ansichtssache.

Marie ist die Hauptprogatonistin im Buch, von Anfang an bin ich wirklich gut mit ihr zurecht gekommen, sie hat eine offene und liebevolle Art. Außerdem gab es viele andere Charaktere, Richard fand ich zum Beispiel auch sehr sympathisch. Des Weiteren fand ich die Mischung mit den "Fabelwesen" wie Zwerge, Hexen und Elfen echt klasse, der Märchencharakter spielt dabei natürlich eine bedeutende Rolle.

Unterhaltsam waren die Handlungen, bei manchen Fabelwesen hatte ich hin und wieder sogar ein schmunzeln auf den Gesicht, grad Zwerg Karl hatte so eine herlich erfrischende Laune. Einige Dinge waren zwar relativ schnell "klar", aber das tat der Sache keinen abbruch, fand ich. Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen. Auf jedenfall ist das Buch auch für Kinder/Jugendliche zu empfehlen.

Am Schreibstil hab ich nichts auszusetzen, dieser war locker und angenehm zu lesen.

Schlussbewertung:

Empfehlenswertes "Märchenbuch" was mich sehr gut unterhalten konnte, auch für Kinder/Jugendliche sicher unterhaltsam. Natürlich vergebe ich da gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung...
*Vielen dank an die Autorin fürs zur Verfügung stellen des Rezensions Exemplars*