Freitag, 19. April 2019

Autoreninterview mit Carola Leipert

Hallo an alle,

und nun kommt für diese Woche noch ein weiteres Autoreninterview und zwar hat sich *Carola Leipert* dieses mal unseren Fragen gestellt. An dieser Stelle ein Dankeschön dafür.

* Foto ©  liegt bei Alexandra Mazar*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Ich bin 42 Jahre alt und lebe mit meiner kleinen Familie (meinem Mann, meinem kleinen Sohn und einer Katze) in einem Dorf in Mittelhessen. Neben dem Schreiben bin ich gerne unterwegs, um neue Orte und Landschaften zu erkunden, ich fotografiere viel und lese natürlich so viel und oft ich kann.

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Mein Aufenthalt in Südafrika hat mich zu meinem ersten Roman inspiriert. Vorher habe ich kleine Aufsätze, Gedichte und Gedanken aufgeschrieben, aber nicht veröffentlicht. Bis jedoch mein erster Roman fertig war für die Veröffentlichung hat es einige Jahre gedauert, da ich damals noch nicht die Erfahrung und das Wissen hatte, was ich heute besitze. Veröffentlicht wurde er dann schließlich im November 2013 mit dem Titel „Das Tal der Zebras“.

3. In welchem Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Ich schreibe im Genre Belletristik und Liebesroman (alle 3 bisher veröffentlichten Romane passen in beide Genre), habe aber letztes Jahr angefangen, skurrile Kurzgeschichten in Anthologien zu veröffentlichen. Etwas, was ich mir vorher nie vorstellen konnte. Daher wäre es mittlerweile für mich nicht mehr ganz undenkbar, vielleicht eines Tages beispielsweise einen Thriller zu schreiben. Natürlich müsste der auch eine Liebesgeschichte beinhalten. Denn ohne Liebe geht es bei mir nicht.

4. Bist du hauptberuflich Autor oder gehst du noch einer anderen Tätigkeit nach? Kommst du jeden Tag zum Schreiben?
Hauptberuflich bin ich derzeit als Jobcoach und pädagogische Kraft im Bereich der Flüchtlingsarbeit tätig. Das verbraucht sehr viel Kraft und Energie. Und mein kleiner Sohn hält mich auch sehr in Atem. Daher komme ich leider nicht so viel zum Schreiben wie ich gerne möchte.

5. Was Inspiriert dich zu neuen Buchideen?
Das kann vieles sein. Ein Bild, ein Ort, ein Zeitungsartikel. Ein Moment unterwegs. Es kann vieles sein.

6. Erstellst du die Cover für deine Bücher selbst oder hast du entsprechende Grafiker dafür?
Die ersten zwei Cover hat mein Mann entworfen. Mittlerweile lasse ich die Cover jedoch von professionellen Designern entwerfen oder wähle passende Premades.

7. Wie wählst du die Namen für deine jeweiligen Protagonisten/Nebencharaktere aus?
Ich recherchiere im Internet, welche Namen „in“ sind bzw. waren, damit sie zu meinen Protagonisten oder Nebencharakteren passen.

8. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Das ist unterschiedlich. Je mehr Routine ich bekomme, desto schneller ist ein Buch fertig. Allerdings kommt dann oft das Leben fertig und das Überarbeiten dauert länger als gedacht.

9. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt?
Ja, lesen ist ein Teil von mir. Ohne Bücher und Geschichten bin ich ziemlich unentspannt. Ich lese momentan neben meinem eigenen Genre auch gerne Fantasygeschichten oder Biografien.

10. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext etc.).../ Welche Projekte hast du als nächstes geplant?
„Die Farben in dir“ ist mein aktuelles Buchbaby, geht eher in die Jugendromanrichtung und ist mir sehr ans Herz gewachsen. Mel bei ihrer inneren und äußeren Verwandlung vom „Grau des Lebens“ in die „Bunte, farbige Welt“ zu begleiten, hat mir besonders viel Spaß gemacht.

Klappentext zu „Die Farben in dir“:
Mel hat ihre Träume tief in ihrem Inneren vergraben. Sie versteckt sich im Grau ihrer Welt, voller Angst, wieder von ihren Mitmenschen verletzt zu werden. Bis Jan in ihr Leben tritt und mit ihm die Farben des Lebens…
Jan gelingt es, Mels Schutzwall zu durchbrechen. Was Mel jedoch nicht ahnt: Auch Jan kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Während Mel beginnt, hinter ihrem Schutzwall hervorzutreten, kommt plötzlich ein Geheimnis ans Licht, das alles zu zerstören droht.


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Im Juni wird eine neue Anthologie mit dem Strange Tales Club veröffentlicht, wofür ich eine Geschichte geschrieben habe. Im Herbst wird dann ein neuer Liebesroman von mir erscheinen. Und Ende des Jahres werde ich gemeinsam mit Autorenkollegin Alexandra Mazar noch ein Buch veröffentlichen. Es ist also einiges geplant.

11. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben? Lesen sie deine Bücher?
Ja, sie verfolgen meine Schreiberei sehr interessiert.

12. Bist du immer sehr aufgeregt, wenn du ein neues Buch veröffentlich hast, wie es den Lesern gefällt und wie die ersten Rezensionen wohl aussehen werden?
Auf jeden Fall. Es ist immer sehr spannend und aufregend für mich zu sehen, wie die neue Geschichte bei den Lesern ankommt.

13. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Erst einmal ist jede Rezension das Empfinden eines Lesers. Ist eine Kritik sachlich und gut nachvollziehbar formuliert, kann sie sehr hilfreich für die Weiterentwicklung im Schreiben sein. Wenn es aber ohne jede Sachlichkeit einfach unter die Gürtellinie geht, finde ich das gar nicht gut.

14. Hast du auch schon mal Bücher gemeinsam mit einer anderen Autorin/einem anderen Autor geschrieben oder ist das für dich nicht denkbar/interessant?
Es war längere Zeit nicht denkbar für mich, bis ich eines Tages Alexandra Mazar kennenlernte. Wir haben uns immer wieder darüber unterhalten, ob wir es uns vorstellen könnten ein gemeinsames Projekt in Angriff zu nehmen. Und dann beschlossen, es einfach zu wagen. Wir sind noch in der Anfangsphase, aber es fühlt sich sehr gut und vielversprechend an.

15. Vor kurzem war ja die Leipziger Buchmesse…Wie sieht der Tagesablauf an einem Messetag für dich aus?
Auweia. Früh aufstehen, so gegen 7 Uhr. Frühstücken und anschließend direkt zur Messe. Dieses Jahr hatten wir einen genauen Plan. Vorträge und Lesungen besuchen, befreundete Blogger und Autoren treffen, sich informieren, was im eigenen Genre so passiert. Abends dann müde und mit schmerzenden Beinen noch etwas essen gehen und dann ab in die Wohnung Füße hoch.

16. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester…, wie wäre es für dich wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Das kann ich mir nur schwer vorstellen, da ich ein Einzelkind bin und von meinem Charakter eher der Typ, der viel Zeit für sich benötigt. Bei befreundeten Zwillingspaaren habe ich mitbekommen, dass sie immer sehr viel Zeit gemeinsam miteinander verbracht haben. Das war mir persönlich immer zu viel Zweisamkeit.

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