Samstag, 13. April 2019

Autoreninterview mit Aaliyah Abendroth

Hallo liebe Leser,

auch heute ist es mal wieder Zeit für ein Autoreninterview. Im heutigen Interview war *Aaliyah Abendroth* so lieb um unsere Fragen zu beantworten...
* Foto ©  liegt bei Aaliyah Abendroth*

1. Erzähl doch am besten erstmal etwas über dich…
Na gut, dann erzähle ich mal ... Ich bin 37 Jahre alt und in Thüringen aufgewachsen, wohne aber seit über acht Jahren in Berlin. Davor habe ich ein knappes Jahr in Köln gelebt und mich dort sehr wohl gefühlt, weshalb mein Herz noch immer irgendwie an „Kölle“ hängt. Nicht umsonst stammt Nick, einer meiner Protagonisten, aus Köln, und ein Teil meines neuen Buchs spielt auch in der Domstadt. Zurzeit bin ich Teilzeit-Mama, Teilzeit-Autorin und Teilzeit-Angestellte in einem Berliner E-Commerce-Unternehmen. Außerdem hege ich noch Songwriter-Ambitionen. Für die kommenden Jahre habe ich mir fest vorgenommen, mir den Traum vom Vollzeit-Autorinnen-Job zu erfüllen – und was ich mir einmal in den Kopf gesetzt habe, das ziehe ich auch durch.

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
Mein Debütroman „Ein Boygroupstar als Banknachbar“, der gleichzeitig den Auftakt zur Dream-Catchers-Reihe bildete, ist Ende 2016 erschienen. Davor hatte ich bereits andere Geschichten in Romanlänge geschrieben, die dann teilweise als Grundlage für spätere Bände dienten. Ein paar davon schlummern auch noch auf meinem PC im „Meine Romane“-Ordner und warten darauf, irgendwann einmal veröffentlicht zu werden. Geschrieben habe ich bereits als Kind: Tiergeschichten, Comics, kurze Gedichte. Als Jugendliche fing ich dann an, Liebesgeschichten zu schreiben, habe aber keine davon je beendet. Erst während des Studiums ist meine erste „richtige“ Lovestory in Romanlänge entstanden. Zu der Zeit las ich auch viele Fanfictions und habe selbst einige verfasst. Daraus sind später die ersten Dream-Catchers-Bände entstanden. 

3. In welchen Genre schreibst du hauptsächlich? Wären auch andere Genre für dich denkbar?
Bisher schreibe ich nur im Genre „Romance“ und glaube auch nicht, dass ich das so bald verlassen werde. Ich mag aber Genre-Mischungen und könnte mir durchaus vorstellen, mal einen Liebeskrimi, eine Romantasy-Geschichte oder etwas im Bereich Romantic Thrill zu schreiben.

4. Was inspiriert dich zu Buchideen?
Ich denke, meine Inspirationen sind eine bunte Mischung aus Erlebtem, Gelesenem und Dingen, die mich interessieren. Die Dream-Catchers-Reihe ist beispielsweise entstanden, weil ich selbst gern Rockstar-Romane lese, in meiner Jugend aber eher Boygroups angehimmelt habe und das ganze Showbiz drum herum schon immer spannend fand. Da ich selbst ein paar Musiker kenne und so einen ganz guten Einblick ins professionelle Musikbusiness habe, war die Idee einer Buchreihe über eine Boygroup schnell gefunden.  

5. Wie lange schreibst du durchschnittlich an einem Buch, bis es dann komplett fertig ist?
Das lässt sich schwer sagen, weil ich ja nicht täglich schreibe. Meistens schreibe ich abends, wenn die Kinder im Bett sind, und je nach Situation entsteht an einem Abend mal ein komplettes Kapitel, mal sind es auch nur zwei Sätze. Das hängt sehr stark vom Rechercheaufwand ab. Bis jetzt habe ich ein Buch pro Jahr veröffentlicht, war aber zwischendurch auch in Elternzeit und hatte bis vor meiner letzten Elternzeit noch einen Vollzeitjob. Das ist inzwischen anders, so dass ich nun hoffentlich in der Lage bin, mehr als ein Buch pro Jahr zu veröffentlichen.

6. Liest du auch selber gerne Bücher, wenn ja welches Genre bevorzugt?
Ja, ich lese sehr gern – bevorzugt in meinem eigenen Genre, aber auch viele Sachbücher. 

7. Welche Projekte hast du als nächstes geplant?
Nach dem Release von „Ein Boygroupstar mit Rockerherz“ im April schreibe ich am fünften Band der Dream-Catchers-Reihe weiter. Einen groben Plot gibt es schon, und das erste Kapitel ist bereits geschrieben. Mehr aber noch nicht. Danach soll es noch einen sechsten Band geben – das wird dann der letzte sein. Ansonsten habe ich schon tausend Ideen für neue Bücher im Kopf, unter anderem auch für ein Kinderbuch. Ich weiß noch nicht, welche davon ich als Erstes umsetzen werde – das überlege ich mir, sobald die Dream-Catchers-Jungs alle ihr Happy End gefunden haben.

8. Was halten Freunde, Bekannte, Verwandte von deinem Schreiben?
Von meiner Verwandtschaft habe ich bisher viel Zuspruch erfahren, und mein Freund hat mir zu Weihnachten sogar die Autoren-Software Papyrus geschenkt. Meine engsten Freunde stärken mir auch regelmäßig den Rücken und bieten sich teilweise als Vorableser an. Mein Bruder hat mich anfangs etwas belächelt, aber ich glaube, inzwischen hat er auch eingesehen, dass das, was ich schreibe, Hand und Fuß hat. 

9. Bist du immer sehr aufgeregt, wenn du ein neues Buch veröffentlicht hast, wie es den Lesern gefällt und wie die ersten Rezensionen wohl aussehen werden?
Ja und nein. Eigentlich kann ich die Spannung ganz gut aushalten – schon allein, weil ich fest an mich glaube. Und dadurch, dass ich mir für all meine Bücher eine nicht gerade kleine Menge an Vorablesern suche, bekomme ich schon vor dem Release ein gutes Bild davon, wie das Leseerlebnis ausfallen wird. So kann ich vor der Veröffentlichung noch Dinge ändern, die von den Vorablesern als unlogisch oder unpassend empfunden werden, und sehe dem Release halbwegs entspannt entgegen. Was allerdings immer wieder extrem aufregend ist, sind die Verkaufszahlen der ersten Tage und der damit verbundene Verkaufsrang. Schließlich hängt davon am Ende mein Einkommen ab und die existenzielle Frage, wie schnell es mir gelingt, mich als Vollzeit-Autorin zu etablieren.

10. Wie gehst du damit um, wenn ein Buch von dir auch mal Kritik oder „negative Rezensionen“ erhält?
Mir ist vollkommen klar, dass ein Buch nicht jedem gefallen kann. Selbst bei Bestsellern und Klassikern sind die Leser oft geteilter Meinung. Begründete negative Kritik nehme ich dankbar an – ich will mich schließlich weiter verbessern. Was ich ein bisschen schade finde, ist, wenn Leute nur schreiben „Hat mir überhaupt nicht gefallen“. Das bringt dann weder mir noch potenziellen neuen Lesern etwas. Und richtig unfair finde ich es, wenn Leute Dinge kritisieren, die die Autorin im Klappentext bereits klargestellt hat. Eine Autorenkollegin, deren Roman ganz groß mit „Young Romance“ überschrieben war und aus dessen Klappentext eindeutig hervorging, dass es sich um eine Teenieromanze handelt, die KEINE expliziten Szenen enthält, erhielt mal eine Ein-Sterne-Bewertung mit dem Argument, die Unerfahrenheit der Charaktere hätte genervt, und es sei total unbefriedigend, dass sie sich am Ende nur küssen und nicht mehr. So etwas macht mich echt sauer.

11. Hast du auch schon mal Bücher gemeinsam mit einer anderen Autorin/einem anderen Autor geschrieben oder ist das für dich nicht denkbar/interessant?
Als ich noch Fanfictions geschrieben habe, hatte ich auch ein paar Gemeinschaftsprojekte mit anderen Fanficion-Autorinnen, aber veröffentlicht habe ich bisher nur allein. Und da ich noch so unfassbar viele eigene Ideen für weitere Bücher habe, stellt sich mir momentan auch nicht die Frage nach einer eventuellen Zusammenarbeit.

12. Bist du auf Buchmessen vertreten? Wenn ja auf welchen?
Bisher habe ich mich noch nicht als Autorin auf einer Buchmesse blicken lassen. In Zukunft werde ich das sicher mal tun, aber momentan fehlt mir dafür einfach die Zeit, und da die Kinder noch so klein sind, wäre es auch schwierig zu organisieren.

13. Welches ist dein aktuelles Buch? Wenn du magst, kannst du uns auch gern kurz was zum Inhalt erzählen (Klappentext, Coverbild etc.)
Am 15. April erscheint der neue Dream-Catchers-Band „Ein Boygroupstar mit Rockerherz“. Vom Stil her handelt es sich diesmal um einen Episodenroman. Das heißt, es gibt mehrere Handlungsstränge, die zunächst zusammenhanglos erscheinen. Nach und nach werden sie allerdings ineinander verwoben und enden in einem (so hoffe ich) fulminanten Finale. Der Haupterzählstrang handelt von Carolin, die bei einer Party den Boygroupstar Ethan kennen lernt. Diesem eilt sein Ruf als Badboy
und Herzensbrecher voraus, weshalb Carolin in ihm die perfekte Ablenkung von ihrem neuesten Liebeskummer sieht – schließlich hat sie selbst auch eher unverbindlichen Spaß im Kopf. Doch Ethan ist hin und weg von der selbstbewussten Powerfrau. Und dann ist da plötzlich noch Ethans Kumpel Matteo, der heißblütige Italo-Rocker, der ebenfalls ein Auge auf Carolin geworfen hat, und am Ende heißt es: Boygroup-Badboy versus Italo-Rockstar – wem wird es letztendlich gelingen, Carolins Herz zu erobern?

14. Schreibst du nur unter deinen persönlichen Namen Bücher oder hast du noch andere Pseudonyme?
Ich schreibe bisher nur unter dem Pseudonym Aaliyah Abendroth. Ich denke, mehrere Pseudonyme machen auch nur Sinn, wenn man das Genre wechselt.

15. Auf welchen Sozialmedia Kanälen bist du vertreten? 
Ich bin bisher nur bei Facebook. Instagram hatte ich auch schon mal ins Auge gefasst, aber ich habe einfach keine Zeit dafür. Es geht so schon gefühlt die Hälfte meiner Autorenzeit für Social-Media-Aktivitäten drauf. Ich wüsste gar nicht, wie ich zwei oder mehr Accounts managen sollte.

16. Mich persönlich würde einfach mal folgendes interessieren, ich habe ja eine Zwillingsschwester, wie wäre es für dich, wenn du eine Zwillingsschwester hättest?
Also abgesehen davon, dass ich mir ja sowieso immer eine Schwester gewünscht habe, wäre eine Zwillingsschwester wahrscheinlich das ultimative Sahnehäubchen. Ich stelle mir das richtig toll vor, jemanden zu haben, der ähnlich tickt wie ich selbst, und mit dem ich mehr oder weniger mein ganzes Leben teilen kann.

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